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Ukraine-Krieg schürt Hetze : Russen angefeindet - Politiker appellieren

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In Folge des Ukraine-Kriegs werden immer mehr Menschen aus Russland oder Belarus Opfer von Hass und Diskriminierung. Die Politik warnt und stellt klar: "Das ist der Krieg Putins."

Unbekannte haben in Oberhausen eine Fensterscheibe eines russisch-polnischen Supermarkts zerschlagen und weiße Farbe an die Fassade geschmiert.
Unbekannte haben in Oberhausen eine Fensterscheibe eines russisch-polnischen Supermarkts zerschlagen und weiße Farbe an die Fassade geschmiert.
Quelle: dpa

Der Krieg in der Ukraine eint viele Menschen in Europa und weltweit in ihrem Groll gegen Russlands Machthaber und Konflikt-Aggressor Wladimir Putin.

Doch immer häufiger wird nicht nur die politische Spitze Ziel der Kritik. Es wird pauschalisiert, Ressentiments und Anfeindungen gegenüber russischstämmigen Menschen in Deutschland wachsen:

  • So wurden in Nordrhein-Westfalen vor wenigen Tagen die Scheiben eins Geschäfts für Produkte aus Russland zerstört und beschmiert - die Polizei ermittelt.
  • In Baden-Württemberg hieß ein Restaurant Gäste mit russischem Pass dort nicht willkommen - später entschuldigte sich der Inhaber, die "Kritik an Putin an der Nationalität festzuhalten".
  • Am Münchner Universitätsklinikum lehnte eine Professorin die Behandlung russischer Patienten ab - und entschuldigte sich später dafür.
Montage: Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj vor einem Blick auf das zerstörte Mariupol

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Faeser: Krieg Putins - nicht der russischen Menschen

Parteiübergreifend verurteilten Politiker*innen dieses Verhalten. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) warnte vor Anfeindungen gegen Menschen mit russischen Wurzeln.

"Wir wehren uns ganz entschieden dagegen, dass Menschen aufgrund ihrer russischen Herkunft oder Sprache angefeindet oder diskriminiert werden", sagte die SPD-Politikerin der dpa. Sie verdeutlicht:

Der entsetzliche Angriffskrieg gegen die Ukraine ist Putins Krieg. Es ist nicht der Krieg der Menschen mit russischen Wurzeln, die in Deutschland leben.
Nancy Faeser, Bundesinnenministerin

Ähnlich äußerte sich Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) auf Twitter:

Der Krieg in der #Ukraine ist Putins Krieg. Wer Belaruss*innen oder Russ*innen in Deutschland anfeindet, der greift nicht nur unsere Mitbürger*innen an, sondern auch die Grundprinzipien unseres Zusammenlebens.
Annalena Baerbock, Außenministerin

CDU-General: Zunehmende Russenfeindlichkeit in Deutschland

Auch die größte Oppositionsfraktion stellte sich hinter die russischstämmigen Menschen. CDU-Generalsekretär Mario Czaja kritisierte die "starke und zunehmende Russenfeindlichkeit in unserem eigenen Land". Die CDU stehe auch an der Seite russischsprachiger Menschen in Deutschland.

Es wäre ein Erfolg der Politik von Wladimir Putin, wenn "eine solche Missgunst zwischen unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen aufkommt". Die Gegner seien nicht das russische Volk oder russisch sprechende Menschen in Deutschland, sondern "der Krieg Putins".

Aktuelle Meldungen zu Russlands Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit in unserem Liveblog:

Zerstörtes Gebäude und Wrack eines Kozak-Panzerwagens in Donbass

Russland greift die Ukraine an - Aktuelles zum Krieg in der Ukraine 

Aus dem Osten der Ukraine werden heftige Kämpfe gemeldet, die EU verzichtet für ein Jahr auf Einfuhrzölle, Kiew fordert schnellere Waffenlieferungen - alle Entwicklungen im Blog.

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