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Regierung verurteilt Angriff auf ZDF-Team

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Nach Attacke in Berlin - Regierung verurteilt Angriff auf ZDF-Team

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Die Bundesregierung hat den Angriff auf ein ZDF-Team der heute-show in Berlin scharf verurteilt. Unterdessen wertet die Polizei Videomaterial der Tat und der Umgebung aus.

Die Kameraausrüstung des ZDF-Teams liegt am Boden
Quelle: dpa

Die Bundesregierung verurteilt den Angriff auf ein Team der ZDF heute-show am 1. Mai in Berlin "auf das Schärfste". "Wir sehen seit längerem, dass Extremisten aller Richtungen die Pressefreiheit, eines unserer wichtigsten Grundrechte, buchstäblich mit Füßen treten, indem sie drohend und gewalttätig gegen Journalisten vorgehen", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin.

Wer Journalisten angreift, bedroht oder verletzt, steht weit außerhalb unserer demokratischen Ordnung - und der wird und muss uns alle gegen sich haben.
Regierungssprecher Steffen Seibert

Die Pressefreiheit brauche Journalisten, die unbedrängt arbeiten können, fügte Seibert hinzu. Es sei ein "trauriges Zeichen", dass für viele Journalisten bei Demonstrationen die Begleitung durch Sicherheitsleute obligatorisch sei.

Mehrere mutmaßliche Angreifer auf ein Kamerateam der „heute-show“ des ZDF sollen aus dem politisch linken Spektrum stammen. Das teilte die Polizei in Berlin mit.

Beitragslänge:
1 min
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Täter offenbar aus dem linken Spektrum

Die Regierung wünsche den Verletzten, dass es ihnen rasch besser gehen möge und sie sich nicht davon abbringen ließen, ihrem "wahrlich demokratierelevanten" Beruf nachzugehen.

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Heute-show-Moderator Oliver Welke meldete sich bei Twitter zu Wort: "Laut Staatsanwaltschaft werden die Täter momentan im linken Spektrum verortet" schrieb er. Das wisse man. Was man aber nicht wisse, so Welke weiter: "Waren wir zur falschen Zeit am falschen Ort oder handelte es sich um eine gezielte Reaktion auf unsere Dreharbeiten bei der 'Hygiene-Demo'?"

Wir sind im Moment einfach nur entsetzt und traurig.
heute-show-Moderator Oliver Welke bei Twitter

Auch die Vorsitzende des ZDF-Fernsehrats, Marlehn Thieme, verurteilte den Angriff. Bei Twitter schrieb sie: "Der Angriff zeigt, dass Gewalt und Extremismus durch die Corona-Situation nicht einfach verschwinden." Umso wichtiger sei es, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk dem mit seinen Angeboten entgegen trete.

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Laut Berliner Polizei war das siebenköpfige Team mit dem Reporter Abdelkarim am Freitagnachmittag unvermittelt von mindestens 15 vermummten Personen angegriffen worden.

Harald Ortmann, der Geschäftsführer der Produktionsfirma, die den Kameramann und den Tonassistenten für die Dreharbeiten stellte, ist schockiert über den Angriff: "Sie sind mit Totschlägern auf das Team los. Unserem Tonassistenten wurde ins Gesicht getreten - mit einer Brutalität, mit der man in Kauf genommen hat, dass es ein Mensch nicht überlebt."

Polizei wertet Fotos und Videos aus

Um die Täter zu fassen, will die Kriminalpolizei nun Bildmaterial auswerten, das die Tat, die Umgebung und die Bewegungen der Täter vorher und nachher zeigt. Im Blick haben Polizei und Staatsanwaltschaft weiterhin auch sechs verdächtige junge Männer und Frauen, die am Freitag festgenommen und am Samstag wieder freigelassen wurden.

Aus Sicherheitskreisen hieß es am Montag, eine der polizeilich bekannten Personen sei seit 2015 als "Gewalttäter" aus dem linken Spektrum bekannt. Ermittelt wird durch den für politisch motivierte Taten zuständigen Staatsschutz des Landeskriminalamtes (LKA) wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.

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