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Wegen fünffachen Mordes - Anklage gegen Amokfahrer von Trier

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Im Dezember raste ein Amokfahrer durch die Trierer Fußgängerzone. Bei der Tat wurden fünf Menschen getötet. Fünf Monate später klagt ihn die Staatsanwaltschaft an.

Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr im Einsatz. Archivbild
Der Tatort in Trier. (Archivbild)
Quelle: Harald Tittel/dpa

Knapp fünf Monate nach der Amokfahrt in Trier hat die Staatsanwaltschaft den Fahrer wegen fünffachen Mordes angeklagt. Zudem wirft die Behörde dem 51-jährigen Deutschen versuchten Mord in 18 weiteren Fällen vor, davon 14 Mal in Tateinheit mit gefährlicher oder schwerer Körperverletzung. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Trier mit.

Der Amokfahrer war am 1. Dezember 2020 mit seinem Sportgeländewagen durch die Trierer Fußgängerzone gerast. Bei der Tat wurden fünf Menschen getötet. Das Motiv des Mannes ist weiter unklar.

In der Absicht, "möglichst viele Menschen zu töten oder zumindest zu verletzen", sei er "wahllos und gezielt auf Passanten" zugefahren, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Bei der Tat wurden fünf Menschen getötet: ein neun Wochen altes Baby, dessen Vater und drei Frauen. Das Motiv des Mannes sei weiter unklar, teilte Oberstaatsanwalt Peter Fritzen mit.

Er hat im Wesentlichen behauptet, an Einzelheiten des Tatgeschehens keine Erinnerung zu haben.
Peter Fritzen, Oberstaatsanwalt

Sachverständiger: Tatverdächtiger leidet unter Psychose

Die Staatsanwaltschaft gehe derzeit davon aus, dass er aus persönlichen Motiven gehandelt habe. Er sei alleinstehend, arbeitslos, ohne festen Wohnsitz und offenbar durch seine persönlichen Lebensumstände frustriert gewesen, hieß es.

In Trier überwiegen ein Tag nach der Amokfahrt Trauer und Stille. Viele Menschen legen in der Innenstadt Blumen nieder und zünden Kerzen an. Das Motiv des Täters ist noch unklar. Er bleibt vorerst in Untersuchungshaft.

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Nach vorläufiger Einschätzung eines psychiatrischen Sachverständigen leide er zudem an einer Psychose. Über die Frage der Schuldfähigkeit werde das Landgericht Trier in der Hauptverhandlung entscheiden, sagte Fritzen. Das Gutachten des psychiatrischen Sachverständigen liege noch nicht vor. Anhaltspunkte für eine vollständige Aufhebung der Schuldfähigkeit hätten sich bislang aber nicht ergeben.

Die Menschen, die den Angriff überlebten, erlitten erhebliche Verletzungen unterschiedlicher Schwere. Mehrere Personen seien so schwer verletzt, dass sie bis heute klinisch behandelt werden müssten. Der Amokfahrer sei zur Tatzeit alkoholisiert gewesen. Er war teils mehr als 80 Kilometer pro Stunde schnell und konnte kurz nach der Tat festgenommen werden. Die Amokfahrt hatte in Trier einen tagelangen Schockzustand und anhaltende Trauer ausgelöst.

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