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TK verzeichnet Abwärtstrend - Immer weniger junge Frauen verhüten mit Pille

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Nur noch jede zweite 18-Jährige lässt sich die Pille verschreiben. Das beobachtet die Techniker Krankenkasse. 2015 waren es noch 65 Prozent. Auch andere jungen Frauen verzichten.

deutschland; 31.01.15
Am Geld kann es nicht liegen: Die Kassen übernehmen seit 2019 bei Jüngeren die Kosten für rezeptpflichtige Verhütungsmittel.
Quelle: dpa

Immer weniger junge Frauen in Deutschland verhüten mit der Antibabypille. Das hat eine Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) ergeben, die dem ZDF vorliegt. Demnach ließ sich im Jahr 2020 ein Drittel (33 Prozent) der weiblichen 14- bis 19-jährigen Versicherten die Antibabypille verschreiben. Vor fünf Jahren lag dieser Wert dem Bericht zufolge noch bei 44 Prozent.

Auch die Kirche mit ihrer Ablehnung konnte am Erfolg der Pille nichts mehr ändern.

Beitragslänge:
7 min
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TK: Nur jede zweite 18-Jährige nimmt die Pille

Besonders stark ist der Rückgang den Angaben zufolge bei den 18- und 19-Jährigen - also in den Altersgruppen, die am häufigsten die Pille einnehmen:

Bekamen 2015 noch 67 Prozent der 18-jährigen TK-versicherten Frauen mindestens eine Pillenverordnung, waren es 2020 nur noch 50 Prozent. Bei den 19-Jährigen zeigt sich eine ähnliche Entwicklung: Der Anteil der Verschreibungen sank von 72 Prozent auf 53 Prozent.

Grafik: Immer weniger junge Frauen nehmen die Pille
Quelle: ZDF/Techniker Krankenkasse

Warum dieser starke Rückgang? Darüber kann die Techniker Krankenkasse zunächst keine Aussage treffen.

Über die genauen Gründe können wir nur spekulieren. Auf jeden Fall ist die Aufmerksamkeit für das Thema höher als noch vor ein paar Jahren.
Tim Steimle, Fachbereichsleiter Arzneimittel bei der TK

Der Rückgang hänge womöglich auch mit der Berichterstattung zu Pillen der sogenannten neueren Generation zusammen, die insgesamt ein höheres Thromboserisiko aufwiesen.

Kassen bezahlen Jüngeren rezeptpflichtige Verhütungsmittel

Dem Bericht zufolge wertete die TK Routinedaten von Versicherten bis 19 Jahren, beziehungsweise ab 2019 bis 21 Jahren, aus. Der Grund dafür ist, dass die gesetzlichen Krankenkassen seit Frühjahr 2019 bis zum vollendeten 22. Lebensjahr die Kosten für rezeptpflichtige Verhütungsmittel übernehmen.

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