Sie sind hier:

Studie zum Klimawandel - Wohl bald mehr Regen als Schnee in der Arktis

Datum:

Im Sommer und Herbst könnte es in der Arktis bald mehr regnen als schneien. Diese folgenschwere Veränderung könnte laut einer aktuellen Studie früher eintreten als bisher gedacht.

Auf dem Arktischen Ozean am Nordpol schwimmen Eisplatten.
Die Veränderungen in der Arktis werden wohl deutlich früher kommen als bisher erwartet, schreiben die Wissenschaftler.
Quelle: dpa (Archiv)

In der Arktis könnte es einer Studie zufolge in einigen Jahrzehnten mehr regnen als schneien. Diese Veränderung werde wohl Jahrzehnte früher kommen als bislang erwartet, schreiben Wissenschaftler unter anderem von der kanadischen University of Manitoba und dem US-amerikanischen National Snow and Ice Data Center in einem wissenschaftlichen Artikel im Fachjournal "Nature Communications".

Gründe seien unter anderem die globale Erwärmung und der Rückgang von Meereis.

Eisberge sind an der Mündung des Jakobshavn-Eisfjords in der Nähe von Ilulissat (Grönland), zu sehen, Aufgenommen am 16.09.2021

Report zum Zustand der Weltmeere - Arktis schmilzt, Meeresspiegel steigt 

Die Ozeane heizen auf, das arktische Eis geht zurück, viele Arten sind bedroht: Den Weltmeeren geht es immer schlechter. Ein aktueller Report zeichnet ein düsteres Bild.

Veränderung früher als bisher angenommen

Die Veränderung werde sich je nach Gegend der Arktis und Jahreszeit unterschiedlich bemerkbar machen, prophezeien die Wissenschaftler auf Basis verschiedener Klimadatenmodelle. Es könne beispielsweise zwischen 2050 und 2080 dazu kommen, dass es im Herbst mehr regnet als schneit.

Diese Veränderung sei zuvor für 2070 bis 2090 vorausgesagt worden. Wenn es gelinge, die globale Erderwärmung zu verlangsamen, könnten diese Veränderungen in der Arktis möglicherweise aber zumindest teilweise noch verlangsamt werden.

Anpassungen erschwert

"Die Herausforderung, die wir heute in der Arktis sehen, ist, dass sie sich so schnell verändert, dass sich die Tierwelt möglicherweise nicht anpassen kann", sagte Mark Serreze, Direktor des National Snow and Ice Data Center. "Das ist nicht nur ein Problem für Rentiere, Karibu und Moschusochsen, sondern auch die Menschen im Norden, die auf sie angewiesen sind."

Kanada, Alaska, Russland - der Permafrost taut, mit dramatischen Klimafolgen. Doch es entstehen auch Chancen durch neues Acker- und Weideland und bisher unerreichbare Rohstoffe.

Beitragslänge:
28 min
Datum:
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Entweder hast du einen Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert, oder deine Internetverbindung ist derzeit gestört. Falls du die Datenschutzeinstellungen sehen und bearbeiten möchtest, prüfe, ob ein Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus. So lange werden die standardmäßigen Einstellungen bei der Nutzung der ZDFmediathek verwendet. Dies bedeutet, das die Kategorien "Erforderlich" und "Erforderliche Erfolgsmessung" zugelassen sind. Weitere Details erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.