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Über 20 Stunden Flugzeit - Astronaut Maurer auf der ISS eingetroffen

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Der deutsche Astronaut Matthias Maurer ist gemeinsam mit drei US-Kollegen auf der Internationalen Raumstation ISS eingetroffen. Die Crew soll bis zum Frühjahr im All bleiben.

Nach rund 20 Flugstunden ist der deutsche Astronaut Matthias Maurer auf der Raumstation ISS empfangen worden. Dort soll Maurer zahlreiche Experimente durchführen.

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Gemeinsam mit seinen drei US-Kollegen ist der deutsche Astronaut Matthias Maurer nach über 20 Stunden Flugzeit an der Internationalen Raumstation eingetroffen. Die Kapsel des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX dockte am Freitagmorgen an der ISS an. Die Crew soll bis zum Frühjahr im All bleiben.

Die vier Astronauten erklärten, es sei ein emotionaler Moment gewesen, als sie die 30 Kilometer entfernte Raumstation zum ersten Mal erblickt hätten. "Sie schwebt im Weltraum und glänzt wie ein Diamant", sagte Maurer. Und weiter:

Wir sind alle sehr begeistert, sehr aufgeregt.
Matthias Maurer, Astronaut

Jahrelang hat sich der Saarländer Matthias Maurer auf seine "Cosmic Kiss" Mission vorbereitet. Auf der ISS wird er mehr als 100 unterschiedliche Experimente durchführen.

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Andocken an der ISS in 420 Kilometer Höhe

"Ein ziemlich glorreicher Anblick", erklärte Raja Chari, Kommandant der Dragon-Kapsel. Der gesamte Flug des Kapsel verlief automatisiert, wobei Chari und Pilot Tom Marshburn die Systeme überwachten, um bei Bedarf die Kontrolle zu übernehmen.

An einem Punkt meldeten sie etwas, das wie kleine mechanische Mutter aussah, die am Sichtfeld ihrer Kamera vorbeischwebte. Die Bodenkontrolle funkte jedoch zurück, dass dies kein Problem darstelle. Das Andocken erfolgte schließlich rund 420 Kilometer über der östlichen Karibik.

Die Übergabe des französischen Kollegen hat er wegen der Verschiebung des Flugs verpasst. Wo steht Europa in der Raumfahrt?

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Astronaut Hoshide: "Schwerkraft ist Mist"

Das Empfangskomitee an Bord der ISS bestand aus drei Astronauten statt der ursprünglich geplanten sieben. Das liegt daran, dass SpaceX vier der Bewohner am Montag zur Erde zurück brachte, nachdem sich der Start der Neuankömmlinge immer wieder verzögert hatte.

Während Chari, Marshburn, Maurer und die Nasa-Astronautin Kayla Barron sich an die Schwerelosigkeit gewöhnten, machte sich die vorherige Besatzung wieder mit dem Leben auf der Erde vertraut. "Die Schwerkraft ist Mist, aber ich gewöhne mich langsam daran", twitterte der japanische Astronaut Akihoki Hoshide.

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Sehen Sie hier den kompletten Start der Rakete im Video.

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Sechs Monate auf der Raumstation ISS

Die neue Besatzung wird sechs Monate auf der Raumstation verbringen und in dieser Zeit zwei Mal Touristengruppen empfangen. Russland wird die erste Gruppe im Dezember in All schicken, SpaceX die zweite im Februar.

Der 51-jährige Saarländer ist der zwölfte Deutsche im All, der vierte auf der ISS - und der erste, der in einem "Crew Dragon" dorthin geflogen ist. Auf der ISS soll der Astronaut der Europäischen Weltraumorganisation Esa in rund 400 Kilometern Höhe etwa sechs Monate lang zahlreiche Experimente durchführen und wohl auch einen Außeneinsatz absolvieren.

Maurer ist der 600. Mensch im All

Maurer, der einen Doktortitel in Materialwissenschaft hat, ist nach Nasa-Zählart der 600. Mensch im All. Zuletzt war 2018 mit Alexander Gerst ein deutscher Esa-Astronaut an Bord der ISS gewesen.

Der Astronaut Matthias Maurer, im Hintergrund die ISS

Rückenwind aus der Heimat - Ein echter Saarländer fliegt zur ISS 

Matthias Maurer sollte am Sonntag mit einem SpaceX-Raumschiff zur ISS fliegen. Die Nasa hat den Flug um drei Tage verschoben. Sein Heimatort im Saarland feiert trotzdem schon mal.

von Vera De Wel
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