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Auftakt im Aachener Dom - Aktion Sternsinger unter Corona-Auflagen

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Trotz Corona-Pandemie wollen auch in diesem Jahr Kinder und Jugendliche als Sternsinger Spenden sammeln - diesmal erstmals digital.

Auf dem Bild sieht man vier Sternsinger, die aus der Tür des Aachener Doms herauskommen.
Auszug der Sternsinger aus dem Aachener Dom.
Quelle: Henning Kaiser/dpa

Im Aachener Dom ist am Dienstag der bundesweite Auftakt der 63. Aktion Dreikönigssingen gefeiert worden. Wegen der Corona-Auflagen fand der Eröffnungsgottesdienst im kleinen Rahmen statt.

Der Aachener Bischof Helmut Dieser erklärte bei der Veranstaltung, die live im Internet übertragen wurde:

Ursprünglich war geplant, dass sich der Dom mit 1.200 Sternsingern füllen würde, heute können es nur zwölf Kinder sein, die mit uns feiern.

Sammlung für Kinder mit Eltern im Ausland

Das Leitwort der aktuellen Sternsinger-Aktion lautet: "Segen bringen, Segen sein. Kindern Halt geben - in der Ukraine und weltweit" und soll am Beispielland Ukraine deutlich machen, dass viele Kinder lange von einem oder beiden Elternteilen getrennt leben müssen, weil diese im Ausland arbeiten.

Viele Menschen wünschten sich gerade in diesen schwierigen Zeiten den Segen, weil sie oft verzweifelt oder mutlos seien, sagte Domvikar Stefan Ottersbach. "Deshalb ist es wichtig, dass die Menschen von den Sternsingerinnen und Sternsingern den Segen bekommen."

Kontaktlose Form des Sternsingens empfohlen

Das 63. Dreikönigssingen findet aufgrund der Corona-Pandemie kontaktlos statt. Das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend empfehlen den Sternsingern, auf einen Besuch in Häusern und Wohnungen sowie an der Haustür zu verzichten.

Stattdessen liegt der Sternsinger-Segen "20*C+M+B+21 - Christus Mansionem Benedicat" (Christus segne dieses Haus) in den Kirchen bereit. Segensbriefe und -pakete sollen zugeschickt oder verteilt werden. In Vorbereitung ist auch das Angebot eines digitalen
Sternsinger-Besuchs
. Die sonst auf die Tage rund um den Jahreswechsel begrenzte Initiative wurde bis zum 2. Februar verlängert.

Videobotschaft für Steinmeier und Merkel

Auch Bundespräsident Steinmeier und Kanzlerin Merkel erhalten wegen der Corona-Krise keinen Besuch der Sternsinger. Die Mädchen und Jungen wollen stattdessen eine Videobotschaft sowie ein Paket mit Segensaufklebern und Informationen zur aktuellen Aktion Dreikönigssingen an die Politiker senden, wie der Sprecher des Kindermissionswerks "Die Sternsinger", Thomas Römer, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Aachen sagte.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wollen ihrerseits mit einer Videobotschaft antworten.

Seit dem Start 1959 hat sich das Sternsingen den Angaben zufolge zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Rund 1,19 Milliarden Euro seien seither gesammelt worden, mehr als 75.600 Projekte für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt worden.

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