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Australisches Festland - Der Tasmanische Teufel kehrt zurück

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Beutelteufel gab es bis vor Kurzem nur noch auf der Insel Tasmanien. Dort ist ihr Bestand aber wegen einer Krebsart stark gesunken. Jetzt gibt es Hoffnung für die Raubtiere.

Zwei Tasmanische Teufel im Sonnenlicht sehen besonders niedlich aus
Zwei Tasmanische Teufel - das einzige Beutelraubtier ist sehr stark vom Aussterben bedroht.
Quelle: fred adler

3.000 Jahre nach ihrem Aussterben auf dem australischen Festland sind erstmals wieder Tasmanische Teufel auf dem Roten Kontinent ausgewildert worden.

In den vergangenen Monaten hat die Tierschutzorganisation Aussie Ark zusammen mit weiteren Naturschutzgruppen 26 der schwarzen Beuteltiere in einem 400 Hektar großen Reservat in Barrington Tops nördlich von Sydney freigelassen.

"Sie entwickeln sich prächtig"

In den kommenden zwei Jahren sollen 40 weitere folgen. "Bis jetzt reagieren die Teufel sehr gut, ihr Verhalten ist wild und sie entwickeln sich prächtig", sagte ein Sprecher der Organisation der Deutschen Presse-Agentur.

Bei der Auswilderung war auch der australische Filmstar Chris Hemsworth ("Thor") dabei, der sich seit Jahren für Tierschutzprojekte engagiert. Tasmanische Teufel, auch Beutelteufel genannt, haben einen extrem starken Biss.

Chris Hemsworth bei der Auswilderung Tasmanischer Teufel.
Schauspieler Chris Hemsworth bei der Auswilderung Tasmanischer Teufel: Er engagiert sich schon lange für den Tierschutz.
Quelle: -/WildArk/dpa

Übler Geruch bei Erregung

Charakteristisch sind die roten Ohren, ein wildes Kreischen und ein übler Geruch, den die Tiere bei Erregung ausströmen. Vor der Auswilderung lebten die angriffslustigen, bis zu acht Kilogramm schweren Tiere nur noch auf der australischen Insel Tasmanien, der sie auch ihren Namen verdanken.

Faktoren, die zu ihrer Ausrottung auf dem Festland beigetragen haben, waren etwa die Jagd durch den Menschen und die Beutekonkurrenz durch Dingos - Wildhunde, die in Rudeln jagen.

Wichtig für das Ökosystem

Seit 1941 stehen die Beutelteufel (Sarcophilus harrisii) unter Schutz. In der Natur unterstützen sie die Kontrolle von Wildkatzen und Füchsen, die andere gefährdete Arten bedrohen. "Als Aasfresser helfen sie zudem, ihr Zuhause sauber und frei von Krankheiten zu halten", erklärt Aussie Ark auf seiner Webseite.

"Die Wiedereinführung von Teufeln auf das australische Festland ist ein Grundpfeiler für den Naturschutz", so Mark Hutchinson, Mitbegründer der Organisation WildArk.

Größte Gefahr ist eine infektiöse Krebserkrankung

Bedroht wird der "Tasmanian Devil" seit den 1990er Jahren durch eine infektiöse Krebserkrankung im Gesicht (Devil Facial Tumour Disease; DFTD), die den Bestand stark dezimiert hat. Für die Auswilderung wurden krebsfreie Bestände aufgezogen, die keine Krankheitszeichen zeigen.

"Die gesamte Population auf dem Festland ist frei von DFTD", sagte der Sprecher von Aussie Ark. "Unser Ziel ist es, eine blühende, selbsttragende Population nicht nur aus Tasmanischen Teufeln, sondern auch aus anderen einheimischen australischen Arten zu schaffen - wir wollen Australien neu mit Wildtieren beleben!"

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