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So realistisch ist die Bankenserie wirklich

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Bad Banks Staffel 2 - So realistisch ist die Bankenserie wirklich

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Bad Banks ist zurück. Und diesmal fordern neue Player die alte Bankenwelt heraus. Was erwartet die Zuschauer in der neuen Staffel und wie realistisch ist die Serie diesmal?

Vor zwei Jahren öffnete die Serie Bad Banks Einblick in eine für viele fremde Welt: die Welt der Investmentbanker. Jetzt gibt es die lang ersehnte 2. Staffel.

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Was passiert in Bad Banks Staffel 2?

Nachdem die erste Staffel vom skrupellosen Investmentbanking in Frankfurt erzählte, steht nun die moderne Start-up-Szene Berlins im Mittelpunkt. Hier sind sogenannte FinTechs zuhause. Das sind junge Firmen, die digitale Angebote entwickeln. Sie verbinden die traditionsreiche Finanzwelt mit neuester Technologie. Oft nach dem Motto: Wer braucht noch eine klassische Anlaufstelle, wenn der Kunde auf dem Smartphone seine eigene Bank hat. Sie stehen damit in direkter Konkurrenz zu den traditionsreichen Banken.

Wie soll die Zukunft aussehen? Um mitzuhalten baut die "Deutsche Global Invest" einen sogenannten Inkubator - einen "Brutkasten" - für FinTechs auf. Mit der Investition der "Deutsche Global Invest" sollen diese FinTechs am Markt gepusht werden. Jana Liekam soll die Leitung eines FinTechs übernehmen, das auf nachhaltige Produkte setzt. Doch heimlich fährt sie ihre eigene Agenda - die Hauptstadt wird für Jana Chance und Herausforderung zugleich. Zudem beginnt ein Kampf der Generationen. Am Ende bleibt die Frage: Wer wird die Zukunft des Systems bestimmen? Soweit die Fiktion.

Wie realistisch wird die Bankenwelt in Bad Banks 2 dargestellt?

Tatsächlich ist die Bankenwelt auch in der Realität im Umbruch. Denn tatsächlich fordern FinTechs klassische Banken heraus. Die FinTechs verändern die Branche mit neuen, digitalen Angeboten - sie schaffen Möglichkeiten, damit Bankkonten einfach per Apps verwaltet werden oder der Zahlungsverkehr digital geregelt wird.

Das ganze geschieht zu einer Zeit, in der sich in Deutschland ein Bankensterben beobachten lässt. Gab es 2018 noch 1.783 Kreditinstitute und 27.887 Filialen, waren es ein Jahr zuvor noch deutlich mehr. Nämlich: 1.823 Institute und 30.126 Filialen. Zur Einordnung: In einer Zeit einer nervösen Bankenwelt und Unsicherheiten auf dem Markt, konnte das ehemalige deutsche Start-up "N26" seine Kundenzahlen kräftig steigern - nach wenigen Jahren zählt das Unternehmen nach eigenen Angaben fünf Millionen Kunden.

Was ist ein Inkubator - gibt es diese wirklich?

"Ob sie es mögen oder nicht, das ist die Zukunft": In der neuen Staffel baut die "Deutsche Global Invest" um Jana Liekam einen Ideenbrutkasten in Berlin - die Stadt scheint immer wichtiger zu werden.

Tätsächlich wird auch in der Realität die Haupstadt immer bedeutungsvoller, und es gibt tatsächlich solche "Brutkästen". Deutlich wird dies etwa am Berliner Start-up-Turm. In dem Gebäude, in dem einst die Berliner Bank war, tummeln sich nun Mitarbeiter von FinTechs. Zugleich suchen die großen Banken die Nähe zu FinTechs: Längst hat die Deutsche Bank mit der "Digitalfabrik" in Frankfurt am Main einen Ort geschaffen, an dem Mitarbeiter beider Welten kooperieren können. Die Commerzbank entwickelt im sogenannten "Main Incubator" die Bank von Morgen.

Gibt es wirklich illegale Machenschaften in der Finanzbranche?

Bad Banks dreht sich von Beginn an um die Abgründe der Finanzwelt. Machtspiele, Manipulation und Intrigen sind ein fester Bestandteil - und durchaus von der Wirklichkeit inspiriert. Nun berichtet Drehbuchautor Oliver Kienle, dass sich nach der ersten Staffel einige "Insider" bei ihm gemeldet hätten. Ihr Anliegen: über die illegalen Machenschaften in der Finanzbranche sprechen. Denn: "Manche haben sich darüber amüsiert, wie harmlos das war, was ich in der ersten Staffel erzählt habe."

Hier finden Sie alle neuen und alten Folgen von Bad Banks:

Bad Banks II

Serien -
Bad Banks
 

Thriller-Serie um eine Bankerin und die Machtspiele in der Finanzwelt.

Kienle ergänzt, dass er während seiner jahrelangen Recherche immer wieder auf dasselbe Muster kriminellen Handelns gestoßen sei. "Von der ersten Ausnahmetat bis hin zur Selbstverständlichkeit des Betrügens, Stehlens oder Diffamierens: Die Grenzen, die man heute überschreitet, werden morgen zum Status quo. So geht es auch den Figuren von Bad Banks. Alle werden von ihren bisherigen Taten heimgesucht, und alle müssen bereit sein, die nächste Grenze zu überschreiten, um im Spiel zu bleiben."

Wie wichtig ist Nachhaltigkeit für die Global Invest ?

"Bad Banks II": Jana Liekam (Paula Beer) und Gabriel Fenger (Barry Atsma) sitzen sich in einem Café gegenüber und schauen sich an.
Das Wiedersehen zwischen Jana Liekam (Paula Beer) und Gabriel Fenger (Barry Atsma) fällt anders aus als erwartet.
Quelle: ZDF/Fabrizio Maltese

Die Global Invest setzt in Staffel zwei auf Nachhaltigkeit. Das heißt: Sie will ihr Image verbessern, investiert in nachhaltig ausgerichtete FinTechs und sowieso legt der Inkubator den Grundstein für neue Ideen, etwa auch nachhaltige. Ursula von der Leyen hat jüngst als EU-Kommissionspräsidentin einen "Green Deal" ausgerufen, also nicht weniger als einen Umbau von Europas Wirtschaft zu klimaneutralem Wachstum. Auch die Chefin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, will den Kampf gegen den Klimawandel zu einem bedeutenden Ziel für die Notenbank machen. Banken werden sich also zwangsläufig nach grünen Investments umsehen müssen.

Machen Sie sich ihr eigenes Bild. Und zwar in den neuesten Folgen der Serie Bad Banks und der Dokumentation "Wie neue Player die alte Bankenwelt herausfordern". Wo und wann Sie diese sehen können - erfahren Sie hier:

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