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Spaß mit Risiko: Tipps für sicheres Baden

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DLRG-Bilanz 2019 - Spaß mit Risiko: Tipps für sicheres Baden

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Die Badesaison steht vor der Tür. Doch der Badespaß birgt etliche Gefahren, vor allem wenn Alkohol und Übermut im Spiel sind. Worauf geachtet werden sollte - Fragen und Antworten.

Mann mit Schwimmring und Bierflasche
Zu den häufigsten Ursachen von Badeunfällen zählt Alkohol.
Quelle: imago

Jedes Jahr gibt es an deutschen Gewässern zahlreiche Unfälle, wie aus der Einsatzbilanz der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) für 2019 hervorgeht.

Wie viele Menschen ertrinken in Deutschland?

Im Jahr 2019 ertranken demnach mindestens 417 Menschen, mehr als die Hälfte davon von Juni bis August. Das waren rund 17 Prozent weniger als 2018.

Wo ist das Risiko am höchsten?

An Seen, Teichen und Flüssen - dort starben auch 2019 die meisten Menschen, insgesamt 362 Männer und Frauen. An den Binnengewässern werden nur wenige Badestellen von Rettungsschwimmern bewacht. An den bewachten Badestellen und in Schwimmbädern ist es sicherer. So starben in Schwimmbädern elf Menschen.

Was sind die häufigsten Ursachen?

Übermut, Selbstüberschätzung, Alkohol, mangelnde Schwimmfähigkeiten und die Unkenntnis möglicher Gefahren führen der DLRG zufolge am häufigsten zum Ertrinken. Vier von fünf Todesopfern sind männlich.

Darf ich erhitzt ins Wasser springen?

Das sollte vermieden werden. Manche Gewässer sind recht kühl. Ein Sprung ins Nass kann zu Unterkühlung und Krämpfen führen. Schwimmer sollten langsam ins Wasser gehen.

Was ist bei der Wahl der Badestelle zu beachten?

Unbekannte Gewässer bergen Gefahren. Deshalb nie übermütig in einen See springen. Die DLRG empfiehlt, nur an bewachten Badestellen schwimmen zu gehen und die Warnhinweise zu beachten. Eine rote Flagge am Meer etwa bedeutet Badeverbot. Bei Wellengang entsteht eine Strömung, die staubsaugerartig ins Meer zurückzieht. Dies ist vor allem für Kinder im flachen Wasser gefährlich.

Kann auch in Flüssen gebadet werden?

Generell ja - in vielen deutschen Flüssen reicht die Wasserqualität zum Baden aus. Dies gilt auch für Abschnitte der Elbe oder des Rheins. Vorsicht ist aber bei Niedrigwasser geboten, weil die Wasserqualität dann sinken kann. Gefahr entsteht zudem durch Strömungen, die an der Wasseroberfläche oft kaum erkennbar sind, sowie durch den Schiffsverkehr und Brückenpfeiler.

Was ist bei Kindern zu beachten?

Wasser zieht Kinder magisch an. Eltern sollten sie an Gewässern daher nie aus den Augen lassen - das gilt auch für den flachen Gartenteich. Kleine Kinder können bereits in wenige Zentimeter tiefem Wasser ertrinken. Wenn ein Kind im Wasser in Not gerät, ist das mitunter schwer zu erkennen. Kinder ertrinken "leise".

Wie leiste ich Erste Hilfe?

Bei Atemstillstand ist sofort mit der Mund-zu-Mund-Beatmung zu beginnen, bei Herzstillstand sollte gleichzeitig eine Herzmassage erfolgen. Auf keinen Fall sollte versucht werden, Wasser aus Lungen oder Magen zu entfernen. Das bringt nichts und kostet wertvolle Zeit.

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