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Baseballer im Kniefall gegen Rassismus

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Proteste im US-Sport - Baseballer im Kniefall gegen Rassismus

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Der US-Sport positioniert sich deutlich gegen Rassismus. Wie in der Profi-Fußballliga MLS gingen auch die Baseballer zum Start in die Saison auf die Knie.

Spieler der Washington Nationals knien vor dem Spiel gegen die New York Yankees.
Spieler der Washington Nationals knien vor dem Spiel gegen die New York Yankees.
Quelle: USA today sports

Es ist eine eindrucksvolle Geste. Nahezu geschlossen knien die Spieler US-amerikanischer Baseball-Teams vor Beginn ihrer Partien nieder. Damit setzen sie zum Saisonstart ein Protest-Zeichen gegen Rassismus.

Baseball-Profis: "Black Lives Matter"

So geschehen ist das in den beiden ersten Spielen der US-Profiliga MLB in Washington und Los Angeles. Zahlreiche Spieler hatten einen oder zwei Aufnäher auf dem Ärmel. Auf einem stand "Black Lives Matter" (Schwarze Leben zählen), auf dem anderen "United for Change" (Vereint für Veränderung).

Außerdem war auf dem Rücken der Wurfhügel in den Stadien ein abgewandeltes und in schwarz gehaltenes Logo der Liga zu sehen - mit der Abkürzung BLM (Black Lives Matter) anstelle des üblichen MLB (Major League Baseball).

Unterschiedlicher Protest in Washington und Los Angeles

Die Major League Baseball veröffentlichte ein Video der Protestgeste und schrieb auf Twitter, man komme als Brüder und Gleichberechtigte zusammen, um die Ungerechtigkeiten zu ändern. "Heute stehen wir als Männer aus 25 Nationen auf sechs Kontinenten. Heute sind wir eins."

"Gleichheit ist nicht nur ein Wort. Es ist unser Recht!"
Major League Baseball, Twitter

In Washington gingen die Baseball-Profis im Spiel von Titelverteidiger Washington Nationals gegen die New York Yankees auf ein Knie. Für die Nationalhymne standen die Spieler aber wieder auf. Anders in Los Angeles: Beim Duell der Dodgers gegen die San Francisco Giants knieten einige Spieler aus beiden Teams auch während der Hymne. Die Stadien waren wegen der Corona-Krise leer.

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Kniefall gegen Rassismus und Polizeigewalt

Football-Profi Colin Kaepernick hatte 2016 mit dem Kniefall während der Hymne gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Afroamerikaner protestiert. Sein Protest kostete ihn damals den Job. Mittlerweile hat die NFL Fehler eingeräumt.

Seit dem Tod von George Floyd durch einen weißen Polizisten gibt es landesweit Proteste gegen Rassismus. Zahlreiche Sportler und ihre Ligen haben sich klar positioniert.

Trump großer Kritiker des Kniefalls

US-Präsident Donald Trump gilt als ein großer Kritiker des Knieens während der Hymne. Zuletzt hatte Trump angekündigt, Spiele, bei denen dies der Fall ist, nicht mehr anschauen zu wollen.

Vor dem ersten Spiel zwischen den Nationals und den Yankees sagte Trump, er werde am 15. August bei einem Heimspiel der Yankees den symbolischen ersten Ball werfen.

"First Pitch" von Corona-Experte Fauci

Anthony Fauci beim First Pitch
Corona-Experte Anthony Fauci beim "First Pitch" zur Eröffnung des Spiels der Washington Nationals und der New York Yankees.
Quelle: USA today sports20-2159001|hf|usa today sports|geoff burke|USATSI-428298|mlb: new york yankees at washington nationals

Die Ehre des "First Pitch" war zum Saisonstart dem Corona-Experten Anthony Fauci zuteil geworden. Der 79 Jahre alte Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten machte dabei keine gute Figur und verfehlte den Fänger um mehrere Meter.

Im Anschluss verloren die Nationals 1:4. Die Partie wurde wegen starken Regens, Blitz und Donner nach einer langen Pause abgebrochen.

Corona-Fälle unter Baseball-Spielern

Das Team aus der Hauptstadt musste ohne einen seiner besten Spieler antreten. Juan Soto war positiv auf das Coronavirus getestet worden und durfte nicht teilnehmen.

Die Dodgers gewannen ihre Auftaktpartie mit 8:1. Wegen der Corona-Krise hatte sich der Saisonstart um Monate verzögert. Gespielt wurde in leeren Stadien.

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