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Bayern - Anti-Donaulied-Kampagne im Landtag

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Eine Initiative will erreichen, dass das Donaulied nicht mehr in Bierzelten gespielt wird. Es sei sexistisch. Nun diskutiert der Innenausschuss im Bayerischen Landtag darüber.

Ein Notenblatt des Donauliedes wird am Donauufer gehalten. Archivbild
Ein Notenblatt des Donauliedes
Quelle: Armin Weigel/dpa

Für die Anti-Donaulied-Aktivisten aus Passau ist es ein wichtiger weiterer Schritt: Der Innenausschuss im Bayerischen Landtag diskutiert heute über die Petition, nach der das Spielen des Liedes in Bayerns Bierzelten verhindert werden soll.

Das Thema Frauenrechte gehe die gesamte Gesellschaft an, sagte Initiatorin Corinna Schütz, und:

Wir erhoffen uns einen Grundsatzbeschluss und eine klare Positionierung.

Verharmlosende Darstellung einer Vergewaltigung

Die Gruppe stört vor allem die ihrer Ansicht nach verharmlosende Darstellung der Vergewaltigung eines Mädchens. Mit einer Online-Petition hatte die Gruppe, die zunächst vor allem aus Studenten bestand, vergangenes Jahr mehr als 36.000 Unterstützer in ganz Deutschland gefunden.

Das Donaulied soll immer wieder als Stimmungsmacher in Bierzelten herhalten. Der derbe Text entstand wohl nach dem Ersten Weltkrieg.

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In einer weit verbreiteten Version des Liedes heißt es: "Ich machte mich über die Schlafende her, Ohohoholalala, sie hörte das Rauschen der Donau nicht mehr, Ohohoholalala" oder "Mein Mädchen, mein Mädchen, was regst du dich auf, Ohohoholalala, für mich war es schön und für dich sicher auch, Ohohoholalala".

"Aktion gegen Bierzelt-Sexismus"

Nach dem Willen der Initiative soll das Lied in sämtlichen Varianten in Bierzelten nicht mehr gespielt werden. Die Online-Petition sowie einige Ergänzungen bildeten nun die Grundlage für die Diskussion im Innenausschuss, sagte Schütz. Die Gruppe fordert beispielsweise auch die Errichtung einer bayernweiten Antidiskriminierungsstelle.

Passaus Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) hatte bereits vergangenen Sommer angekündigt, sich vor dem nächsten Volksfest gegen das Donaulied stark machen zu wollen. Weitere Kommunal- und auch Landespolitiker unterschiedlicher Parteien unterstützen das Anliegen der Gruppe, allen voran Sozialministerin Carolina Trautner (CSU). Aus der Initiative entstand die "Aktion gegen Bierzelt-Sexismus". Auch in Regensburg und Erlangen formierte sich Protest gegen dieses und ähnliche Lieder. Die Stadt Montabaur im Westerwald untersagte bereits das Spielen des Donauliedes in Bierzelten.

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