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Nach Explosion in Beirut - Suche nach Opfern dauert an

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Noch immer liegen in Beirut Verschüttete unter den Trümmern. Internationale Teams bringen nun medizinische Hilfe - in eine Stadt, die fast zur Hälfte zerstört oder beschädigt ist.

Libanesische Soldaten suchen nach Überlebenden nach einer massiven Explosion am 05.08.2020 in Beirut
Die Suchen nach Überlebenden in den Trümmern Beiruts dauert an.
Quelle: dpa

Am Tag nach der verheerenden Explosion im Hafen von Beirut mit mindestens 100 Toten und Tausenden Verletzten haben Einsatzkräfte in den Trümmern fieberhaft nach Überlebenden gesucht. "Fast die Hälfte von Beirut ist zerstört oder beschädigt", sagte Gouverneur Marwan Abbud der Nachrichtenagentur AFP.

Bis zu 300.000 Menschen seien obdachlos geworden. Die Bundesregierung setzte Soforthilfen in Gang. Nach Angaben des libanesischen Roten Kreuzes wurden durch die Explosionen mehr als 4.000 Menschen verletzt. Unter ihnen waren nach Angaben des Auswärtigen Amts auch Mitarbeiter der deutschen Botschaft.

Lage in Beirut "chaotisch"

Eine Mitarbeiterin des Goethe-Instituts wurde ebenfalls leicht verletzt. Zur Gesamtzahl der verletzten Deutschen konnte ein Ministeriumssprecher noch keine Angaben machen. "Die Lage vor Ort muss als chaotisch bezeichnet werden", sagte er.

Die Katastrophe trifft den Libanon hart, steckt das Land ohnehin schon in einer Krise. Hilfsangebote kommen von überall.

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Eine 47-köpfige Einsatzeinheit des Technischen Hilfswerks könne auf Bitten der libanesischen Regierung noch am Mittwoch nach Beirut starten, um bei der Bergung von Verschütteten zu helfen, sagte der Sprecher weiter. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) betonte in einem Kondolenztelegramm an den libanesischen Ministerpräsidenten Hasan Diab, dass sein Land "in dieser schweren Zeit" auf die Unterstützung der Bundesregierung zählen könne.

Hilfszusagen aus aller Welt

Die EU kündigte ebenfalls an, Helfer, Ausrüstung sowie Spürhunde nach Beirut zu schicken. Frankreich brachte bereits die ersten Hilfen auf den Weg. Noch am Mittwoch sollten drei Flugzeuge mit Rettungskräften, tonnenweise medizinischer Ausstattung und einer mobilen Krankenstation in Beirut eintreffen, teilte die Regierung in Paris mit.

Bereits in der Nacht hatte es Hilfszusagen aus aller Welt gegeben, darunter auch von Israel und dem Iran. Der Büroleiter der Friedrich-Naumann-Stiftung in Beirut, Kristof Kleemann, beschrieb die Rauchwolke durch die Explosion als "Pilzwolke wie bei einer Atombombe". In der Beiruter Innenstadt biete sich ein "Bild der Zerstörung", sagte er AFP. Die Krankenhäuser seien "völlig überlastet".

Beirut ist jetzt "Katastrophenzone"

Beirut sei dringend auf internationale Hilfe bei der medizinischen Versorgung angewiesen. "Es ist eine Katastrophe im wahrsten Sinne des Wortes", sagte Libanons Gesundheitsminister Hamad Hassan beim Besuch eines Krankenhauses. Der Oberste Verteidigungsrat des Landes erklärte die Stadt zur "Katastrophenzone".

Staatschef Michel Aoun rief eine dreitägige Staatstrauer aus. Beschädigt wurde auch ein Schiff der Vereinten Nationen: Blauhelmsoldaten der UN-Mission im Libanon (Unifil) seien verletzt worden, einige von ihnen schwer, hieß es in einer UN-Erklärung. Deutsche Soldaten waren laut einem Sprecher des Verteidigungsministeriums nicht betroffen.

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