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Rangliste in 2020 - Mia und Noah bei Vornamen vorne

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Im Corona-Jahr musste bei den beliebtesten Jungen-Vornamen ein langjähriger Spitzenreiter seinen Platz räumen. Einen Wechsel gab es auch bei den Mädchen.

Mia und Noah waren die Favoriten in 2020.
Mia und Noah waren die Favoriten in 2020.
Quelle: Markus Scholz/dpa

Ben ist in der Rangliste des Vornamen-Experten Knud Bielefeld nicht mehr der beliebteste Vorname bei den neugeborenen Jungen in Deutschland. Nach neun Jahren an der Spitze hat ihn Noah verdrängt - aber knapp, wie aus der Statistik des Hobby-Namenforschers aus Ahrensburg in Schleswig-Holstein hervorgeht.

Ben gegen Noah - Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum Schluss

Sehr nah hinter Noah und Ben folgt auch schon Matteo. Ähnlich eng war es bei den Mädchen, sagt Bielefeld im Interview mit der deutschen Presseagentur (dpa). Dort haben Mia, Emilia und Hannah die beliebte Emma vom Thron gestoßen.

Wenn ich voraussagen soll: Ich rechne nächstes Jahr damit, dass Matteo und Emilia auf Nummer eins stehen, wenn sich der Aufwärtstrend so weiter fortsetzt.
Knud Bielefeld, Hobby-Namensforscher

"Das war für mich extrem spannend. Das war ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis zur letzten Sekunde. Dennoch war der Wechsel an der Spitze bereits absehbar. Denn sowohl Emilia als auch Matteo seien in den vergangenen Jahren in der Liste der beliebtesten Vornamen stetig immer weiter nach oben geklettert.

Auf den weiteren Plätzen bei den Mädchen sind übrigens Emma, Sophia, Lina, Ella, Mila, Clara und Lea gelandet. Bei den Jungs haben es noch Finn, Leon, Elias, Paul, Henry, Luis und Felix in die Top-Ten geschafft. Die beliebtesten Zweitnamen waren 2020 Sophia, Marie und Maria sowie Alexander, Elias und Maximilian.

Beliebt seien zudem jedes Jahr wieder internationale - vor allem englische und skandinavische - sowie ältere deutsche Namen, so der Vornamen-Experte. "Emil, Anton, Paul, Emma, Anna - das sind ältere Namen, die wir schon länger kennen. Gerda klettert von Jahr zu Jahr höher und gerade in Sachsen ist jetzt der Name Kurt auch immer populärer geworden."

Vorname Greta legt steilen Abstieg hin

In diesem Jahr gibt es auch einen klaren Absteiger: den Vornamen Greta. Der Vorname, den auch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg trägt, ist von Platz 30 auf Platz 130 gefallen.

Das ist wirklich die bemerkenswerteste Beobachtung, die ich jemals gemacht habe seit diesen Statistiken. So ein steiler Fall.
Knud Bielefeld

Natürlich haben Eltern auch im Jahr 2020 ihren Kindern wieder außergewöhnliche Namen gegeben. So wurden Mädchen beispielsweise Amore, Divora und Marvelous genannt, Jungs bekamen den Namen Archibald, Hotte, Rhett und Denver. Diese Namen wurden Bielefeld zufolge in Deutschland alle mindestens zweimal vergeben. Ein Name sei dagegen gar nicht aufgetaucht: Corona.

Gesellschaft für Deutsche Sprache: Emil und Lena vorn

Für die Statistik hat Bielefeld Daten aus 465 Orten ausgewertet. Sie entsprechen etwa 23 Prozent aller im Jahr 2020 geborenen Kinder. Eine ähnliche Statistik mit nach eigenen Angaben rund 90 Prozent aller Daten von den Standesämtern gibt auch die Gesellschaft für Deutsche Sprache heraus. Sie hatte in einer Prognose Mitte Dezember Emil und Lena mit den besten Chancen für die vorderen Plätze bundesweit gesehen.

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