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Koloniale Raubkunst : Benin-Bronzen kehren zurück nach Nigeria

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Deutschland und Nigeria wollen heute eine Vereinbarung über die Rückgabe der als Raubgut geltenden Benin-Bronzen unterzeichnen. Darüber war seit März 2021 verhandelt worden.

Die sogenannten Benin-Bronzen sind ein Beispiel für die hochentwickelte Kunst und Technik Westafrikas. Sie wurden 1897 von britischen Truppen gestohlen und jetzt zurückgegeben.

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Seit einigen Tagen wird wieder viel über die Benin-Bronzen gesprochen. Kostbare historische Gegenstände, von denen viele in deutschen Museen lagern - allerdings nur, weil britische Truppen 1897 in das damalige Königreich Benin einmarschierten und Schreine und Paläste plünderten.

Die rund 500 Jahre alten Benin-Bronzen stehen symbolhaft für einen Museumsdiskurs im Wandel: Es wird begonnen, über historische Verantwortung und koloniales Unrecht zu reflektieren.

Nigeria hofft auf Rückgaben aus weiteren Ländern

Wenn nun also Deutschland und Nigeria am heutigen Freitag regeln, dass koloniales Raubgut zurückgegeben wird, hat das internationale Strahlkraft. Aus Nigeria hieß es zuletzt, man rechne fest mit weiteren Rückgaben auch aus anderen Ländern.

Außenministerin Annalena Baerbock und Kulturstaatsministerin Claudia Roth (beide Grüne) werden mit ihren nigerianischen Amtskollegen eine Absichtserklärung unterzeichnen, die den Weg für die Übertragung des Eigentums an den wertvollen Kunstobjekten freimacht.

"Es ist ein Umdenken in unserer gesamten Gesellschaft", sagt Hermann Parzinger, der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

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Künftig soll dann von nigerianischer Seite bestimmt werden, welche Objekte nach Nigeria zurückkehren sollen und was - dann als Leihgabe - in Museen in Deutschland bleiben und weiter gezeigt werden kann.

Benin-Bronzen in etwa 20 deutschen Museen

Bei der Unterzeichnung im Auswärtigen Amt sind für Nigeria Kulturminister Lai Mohammed und der Staatsminister für Auswärtige Angelegenheiten, Zubairo Dada, dabei.

Zwei Bronzen aus Berliner Beständen sollen direkt im Anschluss übergeben werden. Etwa 1.100 der kunstvollen Stücke aus dem Palast des damaligen Königreichs Benin, das als Edo State heute zu Nigeria gehört, sind in rund 20 deutschen Museen zu finden.

Dazu gehören detailliert gearbeitete Plastiken aus dem 16. Jahrhundert, spannende historische Gegenstände wie Haarnadeln oder Altaraufsätze.

Über die umfangreichsten Sammlungen verfügen nach dem Ethnologischen Museum in Berlin

  • das Linden-Museum in Stuttgart
  • das Museum am Rothenbaum (Hamburg)
  • das Rautenstrauch-Joest-Museum (Köln)
  • das Völkerkundemuseum Dresden/Leipzig.

Diese fünf Häuser sind bisher an der geplanten Eigentumsübertragung beteiligt und haben bereits Schritte für eine Rückgabe der Kunstobjekte eingeleitet.

Auch Kunstobjekte aus Namibia sollen nach Afrika zurückkehren.

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