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Pilotprojekt der Berliner Bühnen - Wieder ein wenig Licht in der Großstadt

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Theater- oder Konzertbesuche - seit einem Jahr fast unvorstellbar. Ein Pilotprojekt in Berlin soll das nun ändern: Neun Bühnen öffnen ihre Türen - für getestete Besucher.

Ob Konzerte, Theater oder ein Besuch in der Oper – während der Corona-Pandemie war all dies nicht möglich. In Berlin startet jetzt ein Pilotprojekt, mit einer vorsichtigen Öffnung des Kulturbetriebs.

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Innerhalb von fünf Minuten waren alle Tausend Karten für das Testkonzert in der Philharmonie ausverkauft. Berlin probt testweise einen Neustart für die Kultur. Neun große Kultureinrichtungen wagen ein kleines Stück zurück zur Normalität - trotz steigender Infektionszahlen.

Vom weltberühmten Berliner Ensemble, das mit "Panikherz" den Auftakt machte, bis zum einmaligen Probebetrieb im Szeneclub "Säälchen". In Friedrichshain dürfen Gäste allerdings nur den DJs lauschen. Tanzen ist nicht erlaubt.

Schnelltest vor Konzertbesuch

In der Philharmonie erklingt Tschaikowskys "Romeo und Julia", dirigiert von Kirill Petrenko. Das Konzert im Berliner Musentempel ist das prominente Aushängeschild des Pilotprojekts "Erst testen, dann Platz nehmen". Im Kammermusiksaal ist eigens ein Testzentrum eingerichtet.

Wer bei den Pilot-Konzerten dabei sein will, muss vorher einen kostenlosen, tagesaktuellen, negativen Schnelltest absolvieren. Ferner ist ein personalisiertes Ticket im Vorverkauf nötig, damit eine Kontaktnachverfolgung jederzeit gesichert  ist. 

Berlins Kultursenator Klaus Lederer erklärt:

So ein Pilot ist in Deutschland einzigartig - und hoffentlich ein Beitrag mit Blick auf ein unbeschwertes Besuchen von Kulturveranstaltungen.
Klaus Lederer, Kultursenator in Berlin

Der Berliner Senat wagt diesen bundesweit einmaligen Probelauf trotz der dritten Corona-Welle. Lederer:

Letztlich müssen wir ein bisschen probieren und wir müssen vorsichtig probieren. Aber nicht zu probieren, das hielte ich auch für falsch.
Klaus Lederer, Kultursenator in Berlin

Die Corona-Pandemie sorgt derzeit für ein regelrechtes Kultursterben - diese vier Theaterleute wollen sich davon jedoch nicht abhalten lassen, ihr geliebtes Theater zu übernehmen.

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Intendant: Theater sind sichere Orte

Der Intendant des Berliner Ensemble Oliver Reese findet den behutsamen Öffnungsschritt überfällig. Seit Monaten habe man ein ausgeklügeltes Hygiene-Konzept erarbeitet. Theater seien sichere Orte, betont Reese. An der berühmten Brecht-Bühne am Schiffbauerdamm dürfen beim Testlauf 350 statt üblicherweise 700 Plätze besetzt werden.

Der Auftakt mit der ersten Vorstellung verlief mehr als erfolgreich. Kein einziger positiver Corona-Schnelltest sei zu vermelden gewesen. Das Publikum feierte dankbar das spielfreudige Ensemble für die Vorstellung von "Panikherz". Im Theater überall leuchtende Augen. Endlich wieder ein Hauch von Gemeinschaftsgefühl, das so lange vermisst wurde. Reese:

Theater und Teilhabe sind für unsere psychische und seelische Gesundheit eminent wichtig. Kultur kann dazu beitragen, die Krise zu bestehen.
Oliver Reese, Intendant Berliner Ensemble
Archiv: Ein Mitarbeiter trägt Stühle aus den Sitzreihen des Zuschauerraums des Berliner Ensembles am 27.05.2020.

Theater starten Pilotprojekt - Generalprobe an Berliner Bühnen 

Mit Maske, Test und Opernglas ins Theater: In Berlin soll das noch im März möglich sein. Die Bühnen der Hauptstadt planen ein Pilotprojekt, neun Veranstaltungen sind geplant.

Mehr als 30 Bars öffnen - für eine Stunde

Live-Kultur statt Corona-Frust. Die Hauptstadt wartet geradezu sehnsüchtig auf grünes Licht für die quirlige, vielfältige Kulturszene. Berlin ohne Nachtleben ist möglich, aber sinnlos, würde es bei Loriot heißen. Was die großen Kultur-Leuchttürme wie Philharmonie, Staatsoper oder Berliner Ensemble können, ist den Hunderten kleinen Clubs und Bars mehr als recht.

Die weltberühmte Clubszene will gleichfalls starten. Die Lichter der Großstadt sollen endlich wieder leuchten. Über 30 Bars "mucken auf", so deren Protestaktion an diesem Wochenende. Es war eine symbolische Öffnung - für genau eine Stunde.

Vor Ministerpräsidentenkonferenz - Diskussionen um Öffnungen und "Notbremse" 

Wegen des starken Anstiegs der Corona-Infektionen fordern immer mehr Menschen das ziehen einer Notbremse. Auch die Chefin des Marburger Bundes.

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Clubbesitzerin: "Lange halten wir das nicht mehr durch"

Mit dabei Sandra Hollweg, nur Holly genannt. Die langjährige Mitarbeiterin ist seit einem Jahr Chefin des legendären Clubs "Zum Starken August" im Prenzlauer Berg. Bis zur Corona-Pandemie war der Kultladen an Wochenenden stets ausverkauft. Das Programm aus Burlesque- und Zaubershows war ein Renner. Feiern ohne Sperrstunde garantiert.

Seit den beiden harten Shutdowns herrscht Tristesse. Sechs feste Mitarbeiter und dutzende freie Künstlerinnen und Künstler bangen um ihre Zukunft. "Es lief sehr gut" schwärmt Chefin Holly, "aber lange halten wir das nicht mehr durch". Ihr einziger Wunsch:

Aufmachen. Natürlich. Was sonst?
Sandra Hollweg, Clubbesitzerin

Karten innerhalb von Minuten ausverkauft

Der Berliner Senat probt bis Ostern seinen ersten kontrollierten Comeback-Versuch für die Kulturszene mit ihren Hunderttausenden Jobs. Das langfristige Ziel: So viel wie möglich wieder echte Kunst, bloß kein Live-Streams mehr.

Berlins Kulturleben meldet sich zurück. Seit diesem Wochenende, wenn auch nur mit Schnelltests, Maske, strengen Einlassregeln und halbierter Platzzahl. Aber wenigstens ein kleiner Lichtblick. Übrigens: alle Karten für das weitere Testing sind komplett ausverkauft.

Doku | ZDFzoom - zoomIN: Bars und Clubs: Wie geht’s weiter? 

Im Club tanzen gehen oder nach Feierabend in eine Bar – das klingt wie aus einer anderen Zeit. Wie wird ein Bar- oder Clubabend ablaufen, wenn der Corona-Shutdown vorbei ist?

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Aktuelle Nachrichten zur Corona-Krise

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