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Bestseller bei Amazon - "Vom Winde verweht" gefragt

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Kritik an dem Filmklassiker "Vom Winde verweht" sorgt für dessen Verbannung aus dem Angebot eines US-Streamingdienstes. Das hat einen von den Kritikern kaum gewünschten Effekt.

Hattie McDaniel war die erste Schwarze, die einen Oscar bekam - für ihre Rolle in "Vom Winde verweht". Doch der Film spielt mit Stereotypen, sagen Kritiker. Jetzt ist er vom Streamingdienst HBO Max aus dem Angebot genommen worden.

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Der Filmklassiker "Vom Winde verweht" hat nach einer Absage vom US-Streaminganbieter HBO max inmitten der anhaltenden Anti-Rassismus-Proteste in den USA überraschend Zulauf bekommen. In den Amazon-Verkaufscharts sei das Südstaatendrama nun zum Bestseller geworden, berichteten "Variety" und andere US-Medien.

Zufriedene Sklaven und heldenhafte Sklavenhalter

Einen Tag zuvor hatte HBO max den Film vorerst aus dem Programm gestrichen. Das zu Warner Media gehörende Unternehmen wolle dem Film Erklärungen zu dessen rassistischen Vorurteilen und der problematischen Darstellung von Sklaverei zur Seite stellen, erklärte ein Sprecher am Dienstag.

Er wird mit einer Erläuterung seines historischen Kontexts und einer Distanzierung von den rassistischen Darstellungen ins Programm wiederaufgenommen werden
Statement von HBO max
«Vom Winde verweht»-Darsteller Clark Gable und Vivien Leigh.
"Vom Winde verweht"-Darsteller Clark Gable und Vivien Leigh.
Quelle: AP/dpa/Archivbild

"Vom Winde verweht" ist 1939 erschienen und erzählt die Geschichte der Gutsherrin Scarlett O'Hara in den US-Südstaaten zu Zeiten des Bürgerkrieges. Auch nach der Abschaffung der Sklaverei stehen mehrere afroamerikanische Charaktere freiwillig und loyal zu Scarletts Familie, Probleme durch Sklaverei werden in dem Klassiker nicht thematisiert.

Das mehrfach Oscar-gekrönte US-Bürgerkriegsepos gehört zu den erfolgreichsten Filmen aller Zeiten, seine Darstellung von zufriedenen Sklaven und heldenhaften Sklavenhaltern ruft jedoch immer wieder Kritik hervor.

Diskussion über historischen Kontext wird den Film ergänzen

John Ridley, Drehbuchautor des Sklavendramas "12 Years a Slave", hatte von HBO gefordert, das Liebesdrama aus dem Angebot zu nehmen.

"Gone with the wind" soll zu einem späteren Zeitpunkt wieder auf die kürzlich gestartete Streaming-Plattform zurückkehren - zusammen mit einer Diskussion über den historischen Kontext, hieß es von Unternehmensseite. Es würden jedoch keine Veränderungen an dem Film vorgenommen, denn dies käme der Behauptung gleich, "diese Vorurteile hätten nie existiert".

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