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BGH: Neuer Boden muss Schallschutz erfüllen

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Wohnungseigentümer - BGH: Neuer Boden muss Schallschutz erfüllen

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Wohnungseigentümer müssen beim Wechsel von Fußböden die Schallschutzanforderungen aus dem Baujahr des Hauses einhalten. So urteilte der Bundesgerichtshof.

Zwei Paar Schuhe auf einem Holzboden
BGH: Neu verlegter Fußboden muss den Schallschutz erfüllen
Quelle: Imago

Wenn ein Wohnungseigentümer Teppich durch Fliesen ersetzt, muss er die Schallschutzbestimmungen aus dem Baujahr des Hauses einhalten. Das gelte auch dann, wenn die Geschossdecke fehlerhaft konstruiert ist, so hat es der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entschieden.

Senat weist Berufung des Klägers zurück

Der V. Senat wies die Berufung des Bewohners einer Dachgeschosswohnung aus Nordrhein-Westfalen gegen ein entsprechendes Urteil des Landgerichts Düsseldorf zurück. Mit Teppichboden waren die Grenzwerte der entsprechenden DIN eingehalten, mit den Fliesen aber deutlich überschritten worden.

Der Eigentümer der darunter liegenden Wohnung hatte geklagt. Er verlangte, dass wieder ein Teppichboden oder gleichwertiger, schalldämpfender Fußbodenbelag verlegt wird. Der Nachbar lehnte dies ab. Er könne in seiner Eigentumswohnung allein entscheiden, ob er Fliesen oder Teppich als Fußbodenbelag wünscht.

Nachbarn nach Fußbodenwechsel nicht lärmbelasten

Dem widersprach jedoch der BGH. Wohnungseigentümer müssten "bei einem geordneten Zusammenleben" darauf achten, dass beim Austausch des Fußbodenbelags die Nachbarn nicht mit unzumutbarem Trittschalllärm belastet werden.

Jetzt muss in der Dachgeschosswohnung ein neuer Fußbodenbelag verlegt werden. Ob der Beklagte Ansprüche gegen die Eigentümergemeinschaft auf Ertüchtigung der Geschossdecke hat, entschied der Senat nicht. (V ZR 173/19)

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