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Vielfalt statt Einheitsgeschmack - Aufwind für kleine Brauereien

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Mit den Corona-Lockerungen hat auch der Bier-Absatz in Deutschland wieder an Fahrt aufgenommen. Dazu wächst die Vielfalt: Immer mehr neue Brauereien werden gegründet.

Bier - ein riesiger Markt, der von wenigen Konzernen kontrolliert wird. Doch es gibt Alternativen, die ganz anders schmecken.

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Die Corona-Krise ist auch eine Bier-Krise - der Fassbierausstoß ging monatelang fast auf null zurück, weil die Kneipen geschlossen waren.

Mit geöffneten Biergärten steigt der Bierkonsum wieder - 87 Liter pro Jahr trinkt jede*r Deutsche statistisch gesehen. Damit ist Bier immer noch des Deutschen liebstes alkoholisches Getränk.

Deutsches Reinheitsgebot

Für viele ist Bier auch ein Kulturgut, fester Bestandteil des Alltags und die Diskussion darum wird immer leidenschaftlich geführt - vor allem um die Frage: Wann ist ein Bier ein Bier? In Deutschland ist das klar: wenn es nach dem Reinheitsgebot gebraut ist.

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Muss es aber immer ähnlich schmecken - so wie die "Fernsehbiere", wie Bierliebhaber die großen Marken gerne nennen - oder darf es nach Mango riechen und schmecken, fruchtig nach Banane mit herber Note, oder süßlich?

So geht es nämlich auch - und das alles ohne Aromazusatz. Allein die gewählte Hopfensorte kann solch eine Geschmacksexplosion auslösen.

Mehr als 1.500 Brauereien in Deutschland

Immer mehr Brauerinnen und Brauer stellen sich auf die Wünsche der "Biergourmets" ein. Mittlerweile gibt es über 1.500 Brauereien in Deutschland, davon über 900 Betriebe, die als Kleinst- oder Mikrobrauereien bezeichnet werden, also weniger als 1.000 Hektoliter Bier im Jahr produzieren.

Zu Corona-Zeiten haben es viele Unternehmen schwer - auch Brauereien in Tschechien. Dank einer Online-Aktion konnte dort das Kulturgut Bier gerettet werden.

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Viele dieser kleinen, oft regionalen Brauereien produzieren so genanntes Craft Beer, was so viel wie handwerklich hergestelltes Bier bedeutet.

Wir haben im Trend der letzten Jahre eine deutliche Zunahme an Neugründungen. Und damit ein auch ein deutliches Wachstum an Vielfalt.
Marc-Oliver Huhnholz, Deutscher Brauer-Bund e.V.

Die ungeschlagene Nummer 1: das Pils

Noch beherrscht das klassische Pils den deutschen Markt, mit 63 Prozent liegt es an der Spitze der verkauften Biere - abgeschlagen dahinter liegt Weißbier mit knapp neun Prozent. Doch die Auswahl wächst, nicht nur durch moderne Craftbiere, sondern auch durch alte, regionale Biere:

Der Trend geht zu traditionellen Werten. Diesen erfüllen gerade auch viele Brauereien mit ihren Bierklassikern.
Marc-Oliver Huhnholz, Deutscher Brauer-Bund e.V.

Das haben auch die Großen der Branche erkannt und produzieren nicht mehr nur Pils und Weizen.

Dank sinkender Infektionszahlen atmet die Wirtschaft wieder auf. Auch die Gastronomie kann wieder öffnen, doch es mangelt an Personal.

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Anteil alkoholfreier Biere wächst

Und noch ein weiterer Trend zeichnet sich laut Marc-Oliver Huhnholz ab: "Der Anteil der alkoholfreien Biere wächst. Das ist eine sehr positive Entwicklung. Wir sind heute bei einem Marktanteil von über sechs Prozent und gehen davon aus, dass es bald zehn Prozent sein werden. Auch das zeugt von einem Wandel, auch da steigt die Vielfalt."

Die Biertrinker müssen sich aber trotz der großen Auswahl nicht um die Qualität sorgen. Laut Deutschem Brauer-Bund werden immer noch circa 99 Prozent der Biere in Deutschland nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut: mit Hopfen, Malz, Hefe und Wasser.

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