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Bilanz des DWD - Juli war zu warm und zu nass

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Unwetter mit Starkregen prägten das Wetter im Juli. Was noch auffällig war, führt der DWD in seiner vorläufigen Wetterbilanz für den Monat auf.

Wolken am Himmel. Archivbild
Wolken am Himmel. Archivbild
Quelle: Armin Weigel/dpa/dpa-tmn

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) stellt an diesem Freitag seine vorläufige Bilanz des Monats Juli vor. Schon in den vergangenen Tagen hat sich abgezeichnet, dass der Monat einmal mehr zu warm im Vergleich zum Mittelwert der Vergleichsperiode ausfallen dürfte. Etwa ein Grad über diesem Wert könnte die monatliche Durchschnittstemperatur liegen. Beim Sonnenschein dürfte der Monat hingegen eher durchschnittlich gewesen sein.

Der Juli war deutlich zu nass

Sicherlich nicht überraschend ist schon jetzt die Aussage, dass der Juli deutlich zu nass war und bei den Niederschlägen vermutlich etwa 140 Prozent seines Sollwerts erreichte. Immer wieder gab es Unwetter mit Stark- und Extremregen, bis hin zu den enormen Niederschlagsmengen, die die Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und in Nordrhein-Westfalen in der Monatsmitte auslösten.

Nach dem Unwetter und Überschwemmungen werden immer noch viele Menschen vermisst, die Infrastruktur ist zusammengebrochen. Es wird Monate dauern, bis wieder Normalität einkehrt.

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Dabei könnten die vorangegangenen Niederschläge ihren Teil beigetragen haben, denn in den Wochen davor hatte es immer wieder heftig geregnet. Nach Angaben der DWD-Klimatologen konnten in Rheinland-Pfalz und in Südwestfalen die Böden regional kaum noch Wasser aufnehmen - teils waren weniger als zehn Millimeter freier Bodenwasserspeicher vorhanden.

Wie der DWD mitteilte, gingen im bundesweiten Schnitt rund 110 Liter Niederschlag je Quadratkilometer nieder. Das waren rund 40 Prozent mehr als nach den Juli-Werten der für meteorologische Vergleiche herangezogenen Referenzperiode von 1961 bis 1990 zu erwarten gewesen wäre.

Auch Regen in Bayern trägt zu großer Niederschlagsmenge bei

Tief "Bernd" etablierte sich in der zweiten Monatshälfte über Mitteleuropa und brachte wiederholt Starkregen. Höhepunkt davon waren die katastrophalen Ereignisse des 13. und 14 Juli, als in der Eifel und der Kölner Bucht mehr als 100 Liter pro Quadratmeter in 24 Stunden fielen.

Der vom DWD bereits zuvor mindestens als ein Jahrhundertereignis eingestufte Extremregen löste verheerende Überflutungen mit mehr als 180 Toten und flächendeckenden Zerstörungen aus. Anschließend brachte "Bernd" auch in Bayern ähnliche Niederschlagsmengen. Auch dort fielen auf einen Quadratmeter teils mehr als 100 Liter Regen.

Das große Unwetter in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen liegt nun zwei Wochen zurück. Wir begleiten einen Bausachverständigen.

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Insgesamt fiel im Chiemgau und im Berchtesgadener Land in Bayern im Juli mit 350 Liter pro Quadratmeter bundesweit auch der meiste Regen. Andernorts war die Lage völlig anders. So zeichneten die Messstationen in der Magdeburger Börde weniger als 20 Liter auf.

Keine deutschlandweiten Allzeit-Rekorde eingestellt

Auch wenn bei den Niederschlägen vor der Katastrophe keine deutschlandweiten Allzeit-Rekorde eingestellt wurden, wurden einem Bericht der Klimatologen zufolge an einer ungewöhnlich großen Zahl von Stationen im Westen bisherige Rekorde weit übertroffen. Innerhalb weniger Stunden oder Tage wurde im Mittel über ganze Flusseinzugsgebiete das 1,5- bis 2-fache des mittleren Niederschlages im Juli bezogen auf die Referenzperiode 1991 bis 2020 erreicht. Schon zum Zeitpunkt des Berichts in der vergangenen Woche stand fest, dass das Jahr 2021 unter den fünf mit den meisten Starkregenereignissen rangiert.

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