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Bootsunglück auf dem Gardasee - Verdächtiger Deutscher stellt sich

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Seit dem tödlichen Bootsunglück auf dem Gardasee wird gegen die Verdächtigen ermittelt. Ein Deutscher hat sich nun gestellt und sitzt in U-Haft.

Italienische Forensiker begutachten das Unglücksboot.
Italienische Forensiker begutachten das Unglücksboot.
Quelle: Gabriele Strada/AP/dpa/Archivbild

Im Fall des tödlichen Bootsunglücks auf dem Gardasee hat sich der Verdächtige aus Deutschland gestellt. Er sitze nun in Untersuchungshaft in der norditalienischen Stadt Brescia, so ein Sprecher seines Anwaltsbüros.

Ihm wird vorgeworfen, zusammen mit einem gleichaltrigen Deutschen in einem Motorboot das Boot eines Paares auf dem Gardasee gerammt zu haben. Ein 37 Jahre alter Mann und seine 25-jährige Begleiterin starben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen unterlassener Hilfeleistung und Totschlags.

Anwalt organisierte Überstellung an Italiens Behörden

Dass sich der Verdächtige den italienischen Behörden ausgeliefert hat, habe der Verteidiger des gesuchten Mannes nach eigenen Angaben organisiert. Ort und Uhrzeit habe er mit den ermittelnden Behörden in Brescia abgestimmt, erklärte ein Sprecher des Anwaltsbüros. In einem Zivilfahrzeug hätten die Carabinieri den Verdächtigen dann nach Brescia gebracht. Dort sitzt er nun in Untersuchungshaft.

Dem Anwaltsbüro zufolge müssen die Behörden nun entscheiden, wie es in dem Fall weitergeht. Die Staatsanwaltschaft in Brescia und die Carabinieri machten zunächst auf Nachfrage keine Angaben zu der Überstellung.

Paar stirbt nach Zusammenstoß auf Gardasee

Zu dem Unfall auf dem Gardasee kam es in der Nacht von Samstag (19.6.) auf Sonntag. Ermittlungen zufolge krachte das Motorboot der Deutschen in den kleinen Kahn des italienischen Paares. Ein Einheimischer entdeckte am Morgen den Mann tot in dem Boot. Stunden später bargen Taucher die Leiche der Frau aus den Tiefen des Sees.

Rechtsmediziner stellten später fest, dass sie ertrank. Die Ermittlungen konzentrierten sich schnell auf die beiden Deutschen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit dem Unglück wegen unterlassener Hilfeleistung und Totschlags. Die Männer sollen nicht zum Helfen angehalten haben. Sie hatten ausgesagt, den Aufprall in der Nacht nicht bemerkt zu haben.

Keine Fluchtgefahr: Männer durften zurück nach München

Weil keine Fluchtgefahr bestand und weil sie in München Familien und Jobs hatten, konnten sie kurze Zeit später wieder in die bayerische Landeshauptstadt zurückkehren, wie es damals hieß. Die Entscheidung sorgte für Kritik. Nur einer der beiden hatte einen Alkoholtest mit negativem Ergebnis gemacht. Der andere hatte dies verweigert, weil er dazu nicht verpflichtet gewesen sei, bestätigte sein Anwalt.

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