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Griechenland, Türkei und Italien - Waldbrände wüten weiter

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Die Brände in Südosteuropa wüten weiter. Viele Helfer sind am Ende ihrer Kräfte. Hunderte Menschen wurden an der italienischen Adria evakuiert.

Kein Ende der Brände im Süden Europas. Auf der griechischen Insel Euböa brennen riesige Waldflächen. Die Löscharbeiten sind schwierig und die Lage dramatisch.

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In Griechenland stehen große Teile der Insel Euböa und der Halbinsel Peloponnes in Flammen. Die Bilder schockieren: Mit allen Mitteln kämpften die Menschen dort die Nacht durch gegen die Flammen. Fast 500 Feuerwehrleute und zahllose Bürger waren im Einsatz. Die Anwohner versuchten, mit Traktoren Schneisen zu schlagen und das Übergreifen der Flammen auf ihre Häuser zu verhindern.

Euböa verbrennt, Athen atmet etwas auf

In weiten Teilen ist der Strom ausgefallen und immer mehr Ortschaften werden evakuiert, während sich das Feuer über das dicht mit Pinien bewaldete Eiland frisst. Der griechische Zivilschutzchef Nikos Chardalias sprach am Abend von zwei großen Feuerfronten auf Euböa und einer extrem schwierigen Situation im ganzen Land.

Im Norden Athens schien sich die Lage zuletzt etwas zu entspannen. Allerdings seien die Einsatzkräfte in höchster Alarmbereitschaft, weil immer wieder neue Brände aufloderten, sagte Chardalias. Neben der Feuerwehr ist dort auch das Militär im Einsatz, um neue Großbrände zu verhindern.

Mehr als 150 Brände sind in dieser Woche in Griechenland ausgebrochen, 64 davon brennen immer noch. Die Lage sei so gefährlich wie nie, berichtet der griechische Katastrophenschutz.

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Deutsche Helfer auf dem Weg

Zunehmend erreichen auch Helfer aus dem Ausland Griechenland. Am Samstagabend kamen zwei Hubschrauber samt Besatzung aus Ägypten an. Hilfe wurde auch aus Polen, der Slowakei, Tschechien, Großbritannien, Katar und Kuwait zugesagt.

Deutschland will 200 Feuerwehrleute und Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks schicken; am Sonntagmorgen machten sich knapp 60 Helfer aus Nordrhein-Westfalen auf den Weg nach Athen.

Die Hilfe ist dringend nötig, die Einsatzkräfte und die Bewohner der betroffenen Regionen sind nach über einer Woche Dauereinsatz am Ende ihrer Kräfte. Zunehmend machen sich deshalb Freiwillige aus anderen Landesteilen auf den Weg in die Krisengebiete.

Hunderte Menschen an der italienischen Adria evakuiert

Auch in Italien ist die Feuerwehr im Dauereinsatz. Hunderte Bewohner und Touristen sind wegen Feuern um die italienische Adria-Gemeinde Campomarino aus ihren Unterkünften gebracht worden. Die Behörden evakuierten am Sonntag Hotels, Campingplätze und Wohnhäuser im Ortsteil Campomarino Lido am Meer, wie die Feuerwehr am Abend mitteilte. Mehr als 400 Menschen wurden demnach aus den Häusern geholt.

Auf einem Video der Feuerwehr war zu sehen, wie dichter Qualm durch die Straßen zog und sich Flammen durch Büsche bis zu einem Café durchfraßen. Fotos zeigten Brände in der Nähe von Häusern.

Der Feuerwehr zufolge waren ein Löschflugzeug und ein Helikopter im Einsatz, um die Flammen aus der Luft zu bekämpfen. Am Boden versuchten Feuerwehrleute, die Brände zu löschen. Campomarino liegt an der Adriaküste in der kleinen italienischen Region Molise, etwas mehr als 100 Kilometer südlich von Pescara. Von Verletzten berichtete die Feuerwehr zunächst nicht.

In Süditalien und auf den großen Inseln Sizilien und Sardinien herrschen seit Tagen verheerende Waldbrände. Hitze, Trockenheit und Winde führen dazu, dass sich die Flammen schnell ausbreiten. Hinter vielen Feuern wird Brandstiftung vermutet.

Mehr als 100 Einsätze hatten die Retter zudem in Kalabrien im äußersten Süden Italiens und in Apulien an der Adria. In Kalabrien loderten die Flammen unter anderem in einem Nationalpark. Aus der Region meldete die Feuerwehr auch zwei Todesopfer, die bei den Waldbränden ums Leben kamen.

Menschen in Türkei verzweifelt

So auch in der Türkei, wo nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde Afad Tausende auf eigene Faust in die Brandgebiete reisen, um dort den Kampf gegen die Flammen zu unterstützen.

In der Türkei waren sechs Brände weiterhin außer Kontrolle. Vielerorts war nachts aus der Ferne der rote Schein des Feuers zu sehen, roch es nach Rauch, regnete es Asche und herrschten Verwüstung und Verzweiflung. In der Provinz Mugla liegen Dörfer und ganze Landstriche in Asche, ebenso bei Antalya - dort sind die Feuer aber seit Freitag offiziell unter Kontrolle. Landesweit sollen Experten zufolge bisher weit über 100.000 Hektar Land gebrannt haben. 

Die Bekämpfung der Brände in der Türkei geht voran, doch aus der Bevölkerung gibt es weiter viel Kritik an der Regierung. ZDF-Korrespondent Luc Walpot zur aktuellen Situation.

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Erste Bilanz Griechenland: Über 300 Häuser niedergebrannt

Eine erste vorsichtige Bilanz der Schäden, die die Brände angerichtet haben, gibt es aus Griechenland: Im Norden Athens wird das Ausmaß der Schäden immer deutlicher. Nach ersten vorsichtigen Schätzungen sollen mehr als 300 Häuser und Industriebauten niedergebrannt sein. Schwierigkeiten bereitet auch der Wiederaufbau des Stromnetzes.

Es wird bis zu 15 Tage dauern, bis der Strom überall wieder fließt.
Techniker aus Athen

Mindestens 1.300 Strommasten seien verbrannt oder beschädigt und müssten ausgetauscht werden. Auch die Wasserversorgung ist noch nicht vollständig wiederhergestellt. Noch gar nicht abzuschätzen ist der ökologische Schaden durch die große Fläche verbrannten Waldes.

In Griechenland stehen Teile der Insel Euböa in Flammen. ZDF-Reporter Dominik Lessmeister schildert die dramatische Lage vor Ort.

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