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Brände im Mittelmeerraum - Euböa: Kampf gegen die Flammen geht weiter

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Der Kampf gegen die Brände im Mittelmeerraum geht weiter. Auf der griechischen Insel Euböa wurden mehrere Ortschaften evakuiert. Die kommenden Tage sollen extreme Hitze bringen.

Auf der griechischen Insel Euböa versuchen Feuerwehr und Freiwillige, das Feuer in den Griff zu kriegen. Der Regierung wird vorgeworfen, zu spät Löschflugzeuge geschickt zu haben.

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Auf der griechischen Insel Euböa versucht die Feuerwehr weiter verzweifelt, die Kleinstadt Istiaia vor den verheerenden Waldbränden zu schützen. Am Dienstagmorgen kämpften die Einsatzkräfte gegen mehrere Feuerfronten rund um die Stadt mit ihren 7.000 Einwohnern. "Wir erwarten Unterstützung aus der Luft, aber wir wissen noch nicht, ob der Rauch die Flüge zulässt", sagte der Bürgermeister von Istiaia, Giannis Kotzias, im Fernsehsender ERT.

Euböa: Achte Nacht in Folge Brände

Vor der Ortschaft Kamatriades rückten am Montagabend Hunderte Freiwillige an, um gemeinsam mit den Anwohnern und Feuerwehrleuten eine Menschenkette gegen die Wand aus Flammen zu bilden, die sich dem Ort näherte. Strom und Wasserversorgung sind ausgefallen, die Feuerwehr musste Wasser in Löschwagen anliefern. Es war die achte Nacht in Folge, in der Wälder brannten.

Neben Kamatriades wurden die Ortschaften Istiaia und Avgaria in derselben Region evakuiert. Der Bürgermeister von Istiaia äußerte sich am Dienstag "optimistisch" über die Situation bei Kamatriades. Vor allem die Hubschrauber hätten "sehr geholfen". "Wenn wir das von Anfang an gemacht hätten, hätten wir diese Zerstörung verhindern können", sagte er.

Massive Kritik an der Regierung

Viele Menschen auf Euböa fühlen sich von der Regierung im Stich gelassen. Bürgermeister von der Insel werfen ihr vor, zu spät Löschflugzeuge geschickt zu haben, um erst einen großen Waldbrand nördlich von Athen zu löschen.

Die Folgen der Klimakrise machen sich vor allem in Südeuropa bemerkbar. Auf der griechischen Insel Euböa ist die Lage wegen der Waldbrände weiterhin katastrophal.

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Auch aus der Opposition kam massive Kritik. Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis entschuldigte sich bei seinen Landsleuten. "Ich bitte für mögliche Fehler um Entschuldigung", sagte er im TV. "Wir haben getan, was menschenmöglich war, aber in einigen Fällen war das nicht genug."

Griechenland will Zivilschutz neu organisieren

Die Regierung will den Zivilschutz umorganisieren. "Künftig wird die Prävention im Mittelpunkt stehen, nicht die Reaktion", sagte Mitsotakis. Der Aufbauplan werde direkt dem Ministerpräsidenten unterstellt.

Auf Euböa konnten die Waldbrände bislang noch nicht unter Kontrolle gebracht werden. ZDF-Korrespondentin Annette Hilsenbeck ist vor Ort und hat mehr Informationen.

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Den Wiederaufbau sowie die Hilfe für andere Brandschäden bei den Bürgern will Athen mit einem Sonderhaushalt von 500 Millionen Euro bewältigen. Die Hilfe für die Menschen soll über eine Online-Plattform erfolgen.

Griechenlands Regierungschef Mitsotakis hat sich für die Fehler bei der Bekämpfung der Waldbrände entschuldigt. In einer Fernsehansprache sicherte er allen Opfern rasche Hilfen zu.

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In den vergangenen Tagen seien im ganzen Land 586 Feuer ausgebrochen, sagte Mitsotakis. Das Klima wolle er nicht als Entschuldigung für den Verlauf der Brände nehmen. Es sei aber sehr wohl der Grund für die schweren Brände:

Es ist offensichtlich, dass die Klimakrise an die Tür des Planeten klopft.
Griechenlands Premierminister Kyriakos Mitsotakis

Italien: Dienstag und Mittwoch höchste Alarmbereitschaft

In Italien erhält der Katastrophenschutz weiter zahlreiche Anfragen für Luftunterstützung. Die Löschflugzeuge und Hubschrauber flogen meist über Gebiete im süditalienischen Kalabrien, auf Sizilien und im Latium. Die Behörde betonte, dass ein Großteil der Brände durch unvorsichtiges Verhalten oder mutwillig ausgelöst würden. Es gelte höchste Alarmbereitschaft. Auf Sizilien und Sardinien erwartet der Katastrophenschutz bis zu 45 Grad Celsius.

ZDF-Reporter Dominik Lessmeister berichtet von der aktuellen Lage auf der griechischen Insel Euböa.

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Lage in der Türkei entspannt sich ein wenig

Die Situation in der Türkei hat sich etwas entspannt. Zwar sind im Südwesten nach offiziellen Angaben noch drei Brände nicht unter Kontrolle, Wohngebiete sind aber nicht mehr bedroht. Weil die Situation in Griechenland schlimmer sei, werde man zwei Löschflugzeuge zum Nachbarn schicken, sagte Forstminister Bekir Pakdemirli. Auch in den nächsten Tagen soll es sehr heiß und trocken werden.

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