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Gefechte mit Drogenbanden - Brasilien: Dutzende Tote bei Polizeieinsatz

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Bei Gefechten zwischen Polizei und Drogenbanden sind in Rio de Janeiro mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen. Es ist der blutigste Polizeieinsatz in der Geschichte der Stadt.

Bei einem Polizeieinsatz in einer Favela in Rio de Janeiro sind mindestens 27 Menschen getötet worden. Demonstranten werfen der Polizei vor, ein Massaker verübt zu haben.

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Bei dem blutigsten Polizeieinsatz in der Geschichte von Rio de Janeiro sind über zwei Dutzend Menschen ums Leben gekommen. Bei den heftigen Gefechten zwischen mutmaßlichen Mitgliedern von Drogenbanden und der Polizei in der Favela Jacarezinho seien mindestens 25 Menschen getötet worden, berichtete das Nachrichtenportal "G1".

Nach Angaben der Polizei handelte es sich bei den Opfern um 24 Verdächtige und einen Beamten der Anti-Drogen-Einheit. Zudem wurden zwei Fahrgäste der Metro in einem U-Bahn-Wagen angeschossen. Ein Mann wurde in seinem Haus von einem Querschläger im Fuß getroffen. Außerdem wurden zwei Polizeibeamte bei dem Einsatz verletzt.

Blutigster Einsatz in Rio de Janeiros Geschichte

Nach Angaben von "G1", das Informationen der staatlichen Universität UFF und der App "Fogo Cruzado" (Kreuzfeuer) auswertete, die Daten über bewaffnete Gewalt sammelt, war dies die Polizei-Operation mit den meisten Toten in der Geschichte Rio de Janeiros. Soziologe Daniel Hirata von der UFF sagte:

Man kann das nur als einen katastrophalen Einsatz bezeichnen.
Daniel Hirata

"Es handelt sich um eine Aktion, die von den Polizeibehörden genehmigt wurde. Das macht die Sache noch viel schwerwiegender."

Einsätze in Favelas wegen Corona ausgesetzt

Im Juli hatte der Oberste Gerichtshof (STF) in Brasília Polizei- Einsätze in Favelas während der Corona-Pandemie ausgesetzt. Diese sind nur in "absoluten Ausnahmefällen" erlaubt. Rios Polizei bezeichnete dies laut der Zeitung "Folha de S. Paulo" als "Justiz-Aktivismus" und versicherte, dass sie alle Anforderungen des STF erfüllt habe.

Die Favela Jacarezinho gilt als einer der Stützpunkte des "Comando Vermelho" (Rotes Kommando) im Norden Rios, den dieses unter anderem mit Barrikaden schützt. Mächtige Verbrechersyndikate wie das "Comando Vermelho" und eine Reihe kleinerer Banden ringen in den Armenvierteln um die Kontrolle von Drogenhandel und Schutzgeldgeschäft.

Schusswechsel und Explosionen

Angesichts von heftigen Schusswechseln und Explosionen konnten Bewohner, unter ihnen eine Braut und eine Schwangere, stundenlang ihre Häuser nicht verlassen. Eine Klinik musste geschlossen bleiben.

In keinem anderen Land der Welt kommen so viele Menschen bei Polizeieinsätzen ums Leben wie in Brasilien. Im Jahr 2019 töteten Sicherheitskräfte in dem südamerikanischen Land 5.804 Menschen, wie aus einem Gewaltmonitor hervorgeht, der von "G1", dem Brasilianischen Forum für öffentliche Sicherheit und der Universität von São Paulo betrieben wird.

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