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Jugendzeitschrift digital - "Bravo" wird 65

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Generationen haben sie verschlungen. Die "Bravo" hat das Leben der Stars gezeigt und Liebestipps gegeben. Jetzt kommt sie verjüngt ins Rentenalter und wandelt auf neuen Wegen.

Ausgaben der Bravo auf einem Tisch am 03.08.2021 in München
65 Jahre "Bravo"
Quelle: dpa

Als am 26. August 1956 die "Film- und Fernsehzeitschrift" mit dem Titel "Bravo" zum ersten Mal erschien, war das ein Meilenstein. Generationen von Jugendlichen haben darin erfahren, was ihre Stars sie wissen lassen wollten und sich Sextipps bei "Dr. Sommer" geholt.

Die ersten "Bravo"-Preise, die "Ottos", gingen 1957 an Maria Schell und James Dean, der erste "Bravo-Starschnitt" zeigte im Jahr 1959 Brigitte Bardot. 1966 holte die Zeitschrift die Beatles zur "Blitztournee" nach Deutschland, 1969 meldete sich Aufklärer "Dr. Sommer" zu Wort, drei Jahre später erschien die erste "Foto-Lovestory".

Bravo ist digital unterwegs

Was früher Jugendkultur war, ist heute historisch. "Was für 'uns alte' Menschen weltverändernd war - 9/11 (2001), Angela Merkel wird Bundeskanzlerin (2005) - kennt ein Großteil der Gen Z aus Geschichtsbüchern. Wenn überhaupt...", sagt "Bravo"-Chefredakteurin Digital Yvonne Huckenholz über die "Generation Z", die Jugend von heute.

"Trends der 90er Jahre sind in ihren Augen Vintage. Ihr Wissen ziehen sie sich aus YouTube oder Tiktok-Videos."

Für Millionen Jugendliche war die "Bravo" feste Instanz des Erwachsenwerdens: Fankult, Aufklärung und die erste Liebe. 65 Jahre lang beeinflusst die Jugendzeitschrift ganze Generationen.

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Darauf hat auch die "Bravo" reagiert: "Jetzt stehen bei einer Marke, die einst über eine Million Print-Hefte in der Woche verkaufte, die digitalen Kanäle im Mittelpunkt", sagt Huckenholz. Es geht immer noch darum, die Jugendlichen ernst zu nehmen und ihre Bedürfnisse dort zu bedienen, wo sie sich rumtreiben.

Laut einer Mediennutzungsstudie der "Bravo" haben heute 91 Prozent der 10- bis 14-Jährigen ein Smartphone. Bei den ab 15-Jährigen sind es 99 Prozent.

Mit der Corona-Pandemie haben sich große Teile unseres Lebens ins Netz verlagert. Social Media erlebt einen regelrechten Boom, doch gerade Kinder sind dabei vielen Risiken ausgesetzt.

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Printauflage nur noch alle vier Wochen

Alle vier Wochen erscheint das gedruckte Magazin heutzutage noch - vor allem als Angebot an Jüngere. Die Auflage liegt bei 83.000. Auf Instagram hat die "Bravo" nach Angaben des Verlags mehr als 579.000 Follower, auf Tiktok mehr als 270.000.

Nur einmal im Monat eine "Bravo"? In den 90er Jahren undenkbar. Musikjournalist Alexander Gernandt arbeitete von 1988 bis 2013 für die legendäre Jugendzeitschrift - zuletzt als Chefredakteur.

Er interviewte allein Michael Jackson 16 Mal und erlebte eine Zeit, in der die "Bravo" eine Auflage von 1,7 Millionen und bis zu sechs Millionen Leser hatte. "Man musste Bravo lesen, um zu wissen, was bei den Lieblings-Stars los ist: Wie sieht der neue Hairstyle von Madonna aus? Wie leben Robbie Williams oder Shakira privat?"

Seit über 20 Jahren ist sie nicht mehr aus der Popwelt wegzudenken. Nun hat Shakira die bisherigen Songs aus ihrer Karriere verkauft. Es floss ein hoher Millionenbetrag.

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"Bravo" machte Stars

"Bravo" konnte damals auch selbst Stars machen. Einmal, erinnert sich Gernandt, traten Take That bei der internen Weihnachtsfeier der Redaktion auf - noch bevor sie Mädchen überall in Europa ins Kreisch-Delirium versetzten.

Die "Bravo" sei "kein Relikt aus alten Zeiten, betont "Bravo"-Chefredakteurin Digital, Huckenholz, und zielt damit vor allem auf das ab, was inzwischen online stattfindet. Auch Ex-Chefredakteur Gernandt glaubt an die Zukunft der "Bravo" - als Marke.

Bravo Hits 100 Cover
Bravo Hits 100 Cover
Quelle: dpa
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