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Wahre Verbrechen - Die seltsame Briefbomben-Serie

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Briefbomben, die explodieren und den Empfänger töten können: In Bayern hielt vor einigen Jahren eine ganze Serie solcher Briefe die Polizei in Atem.

Sehen Sie hier die Kurz-Doku über dieses wahre Verbrechen.

Beitragslänge:
11 min
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April 2004 in Passau: Bei einem CSU-Politiker geht ein nicht sehr auffällig erscheinender Brief ein. Einzig die großen Druckbuchstaben wirken zunächst etwas außergewöhnlich. Als aber schwarzes Pulver heraus rieselt, informiert die Sekretärin die Polizei.

Die Sprengstoffexperten des Bayerischen Landeskriminalamts analysieren den Inhalt. Sie finden 58,8 Gramm Schießpulver. Die Briefbombe muss nun genau auf Funktion und Gefährlichkeit untersucht werden.

Schwarzpulver auf einem Schreibtisch vor einer Computer-Tastatur. Bild aus der Polizeiakte.
Die erste und eine weitere Briefbombe konnten glücklicherweise als solche erkannt werden, bevor sie explodierten. Schwarzpulver rieselte jeweils aus den Umschlägen.

Zwar können die Beamten an der Briefbombe eine DNA-Spur sichern, doch die kann in der Datenbank nichts und niemandem zugeordnet werden.

Währenddessen ereignet sich in Passau ein weiterer Zwischenfall. Wieder wird ein Politiker beinahe zum Opfer des unbekannten Absenders. Da ein politisches Motiv naheliegt, informiert die Polizei alle Behörden im Umkreis. Zwei Monate lang gibt es keine weiteren Anschläge.

Wer ist der rätselhafte Absender der Briefe?

Am 29. Juni 2004 erweckt ein Brief, adressiert an eine Bundestagsabgeordnete, erneut Aufmerksamkeit. Auch hierbei handelt es sich um das Werk des Briefbombers.

Bild aus der Polizeiakte zeigt den mechanischen Zünder (Federvorrichtung) einer Briefbombe
Zur Verwunderung der Polizei verwendet der Unbekannte in den Briefbomben unterschiedliche Zündvorrichtungen.

Weitere sechs Wochen später bekommt der Landrat aus Dingolfing-Landau einen Brief. Aus dem Umschlag rieselt, wie schon bei der ersten Briefbombe in Passau, schwarzes Pulver. Und: Die Sondergruppe des Bayerischen Landeskriminalamts erlebt bei der Untersuchung dieses Kuverts eine Überraschung.

Die vierte Briefbombe hatte eine ganz neue Bauart plötzlich. Es gab jetzt keinen mechanischen Zünder mehr, sondern einen elektrischen Zünder.
Guido Limmer, Ermittler

Am 30. August 2004 gibt es nach der Modifizierung der Briefbomben die erste Verletzte: Die Sekretärin des mittlerweile verstorbenen Landrats Heinz Wölfl aus Regen öffnet nichtsahnend einen Umschlag und wird durch eine Stichflamme verletzt. Wird es der Polizei gelingen, den unbekannten Briefbomber zu fassen, bevor es weitere Verletzte oder gar Tote gibt?

Die Auflösung des Kriminalfalls sehen Sie oben in der Kurz-Dokumentation.

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