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Rechte Verlage auf der Buchmesse - Mahn: "Das ist keine Meinungsfreiheit"

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Schwarze Frauen fühlten sich auf der Buchmesse nicht sicher und seien nicht willkommen, sagt die Grüne Stadtverordnete Mirrianne Mahn.

Bei der Verleihung wurde der Oberbürgermeister Peter Feldmann von Mirianne Mahn unterbrochen. "Menschenverachtende Ideologien sind keine Meinungsfreiheit", sagte sie.

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Die Debatte über die Grenzen der Meinungsfreiheit bei der Frankfurter Buchmesse hat auch die Verleihung des Friedenspreises geprägt und zu einer kleinen Unterbrechung geführt. Während seiner Rede sagte Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) in der Paulskirche:

Ich finde es schlimm und ich mache mir auch Sorgen, richtig große Sorgen, wenn ich lese, dass Autorinnen Angst haben, nach Frankfurt zu fahren, weil sie hier auf rechtsradikale Verlage und Autoren treffen könnten.
Peter Feldmann, Oberbürgermeister Frankfurt

Danach ging "ungeplant", wie es hieß, die schwarze Frankfurter Stadtverordnete Mirrianne Mahn (Grüne) mit auf die Rednerbühne und sagte, rechtsradikale Ideologien seien keine Meinung - und dürften nicht durch die Meinungsfreiheit gedeckt sein.

Das Paradox ist, dass wir hier in der Paulskirche, der Wiege der Demokratie, einer schwarzen Frau den Friedenspreis verleihen, aber schwarze Frauen auf genau dieser Buchmesse nicht willkommen waren.
Mirrianne Mahn, Grüne Stadtverordnete

"Und ich sage ganz klar 'nicht willkommen waren', weil nicht dafür gesorgt wurde, dass sie sich sicher fühlen. Das ist keine Meinungsfreiheit."

Jasmina Kuhnke löste Diskussion über rechte Verlage aus

Feldmann sagte weiter: "Die Würde des Menschen ist das größte Gebot unserer Verfassung." Im kommenden Jahr sollten sich all diese Autorinnen sicher fühlen, auf die Buchmesse zu kommen. In Frankfurt sei Platz für Menschen aus 180 Nationen, aber kein Platz für Fremdenfeindlichkeit oder anderen Formen der Diskriminierung.

Die Frankfurter Buchmesse hatte eine Debatte über die Grenzen der Meinungsfreiheit ausgelöst. Zunächst hatte Jasmina Kuhnke ("Schwarzes Herz") ihren Auftritt auf der Messe wegen der Anwesenheit des rechten Jungeuropa-Verlags abgesagt. Später waren weitere Autorinnen und Autoren gefolgt.

Die Frankfurter Buchmesse ist in diesem Jahr geprägt von der Debatte über die Präsenz rechter Verlage.

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Friedenspreis für Tsitsi Dangarembga

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels wurde an Tsitsi Dangarembga, Autorin und Filmemacherin aus Simbabwe, verliehen. Die Jury würdigte Dangarembga als eine weithin hörbare Stimme Afrikas in der Gegenwartsliteratur. Sie verbinde in ihrem künstlerischen Werk ein einzigartiges Erzählen mit einem universellen Blick.

Dangarembga warb in ihrer Dankesrede für eine grundlegende Änderung des Denkens und eine "neue Aufklärung" zur Lösung der Klimakrise und von gesellschaftlichen Problemen. "Die Erkenntnisse der vergangenen Jahre und Jahrhunderte reichen nicht aus. Sie haben uns nicht gerettet", sagte sie.

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