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Nun ermittelt Bundesanwaltschaft : Türke soll Gülen-Anhänger ausspioniert haben

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Vor zwei Wochen wurde er in Düsseldorf festgenommen, jetzt ermittelt der Bundesanwalt gegen einen Türken. Der Verdacht: Spionage für die Türkei gegen Anhänger der Gülen-Bewegung.

Großeinsatz der Polizei in Düsseldorfer Hotel
Großeinsatz der Polizei in einem Düsseldorfer Hotel vor zwei Wochen
Quelle: dpa

Ein vor zwei Wochen in einem Düsseldorfer Hotel festgenommener Türke steht im Verdacht, Anhänger der sogenannten Gülen-Bewegung in Deutschland ausgespäht zu haben. Gegen den 40-Jährigen ermittelt nun die Bundesanwaltschaft, wie die Karlsruher Behörde am Freitag der dpa mitteilte.

Es gebe "zureichende tatsächliche Anhaltspunkte" dafür, dass der Mann Informationen über Personen aus dem Raum Köln gesammelt habe, um sie an den türkischen Nachrichtendienst MIT zu übermitteln.

Verdächtiger bei Großeinsatz gefasst

Der Mann war am 17. September bei einem Großeinsatz festgenommen worden und sitzt in Untersuchungshaft. Bisher hatte die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft in dem Fall ermittelt wegen des Verdachts der Verabredung zu einem Verbrechen.

Nach ihren Angaben hatten Einsatzkräfte Schriftstücke entdeckt, die auf eine Gefährdung bestimmter Personen hätten schließen lassen. Die Betroffenen seien von der Polizei kontaktiert und gewarnt worden.

Der Mann soll ein Hotelgast gewesen sein. Laut Bundesanwaltschaft hatte ein Mitarbeiter bei ihm eine Waffe entdeckt und die Polizei verständigt. Diese hatte das Gebäude räumen lassen und es über Stunden mit mehreren Spezialeinsatzkommandos durchkämmt, weil eine "akute Gefahrenlage" zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte. Die Waffe hatte sich später als Schreckschusswaffe entpuppt. Auch ein verdächtiger Koffer stellte sich als harmlos heraus.

Etwa drei Millionen sogenannte Deutschtürken leben in Deutschland. Darunter auch Kritiker des türkischen Präsidenten Erdogan. Viele von ihnen fühlen sich bedroht.

Beitragslänge:
28 min
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Ermittelt wird wegen möglicher Agententätigkeit

Zeitweise hatten auch mögliche Anschlagspläne im Raum gestanden. Zu solchen Vorwürfen teilte die Bundesanwaltschaft aber nichts mit.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen besteht ein Anfangsverdacht der geheimdienstlichen Agententätigkeit.
Bundesanwaltschaft

Ermittelt wird außerdem wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Den Angaben zufolge soll der Mann 200 Schuss scharfe Munition besessen haben.

"Bild": Verdächtig hoher Geldbetrag auf Konto eingegangen

Der "Spiegel" hatte vor einer Woche berichtet, dass auf der Liste Namen von Anhängern der Gülen-Bewegung gestanden hätten, ergänzt mit persönlichen Informationen. Laut "Bild"-Zeitung war bei dem Festgenommenen zudem ein verdächtig hoher Geldbetrag auf dem Konto eingegangen.

Dem Putschversuch türkischer Militärs vor fünf Jahren folgte eine beispiellose Säuberungswelle. Die Opposition wirft Erdogan vor, den Putsch genutzt zu haben, um ein autoritäres Regime zu schaffen.

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2 min
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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wirft der Gülen-Bewegung vor, für den Putschversuch 2016 verantwortlich zu sein. Der islamische Geistliche Fethullah Gülen, nach dem die Bewegung benannt ist, bestreitet dies vehement.

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