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Corona-Krise - Bundeswehr verschiebt Grundausbildung

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Die Bundeswehr ist in der Corona-Krise stark gefordert, 37.000 Soldaten stehen bereit, um auszuhelfen. Jetzt wurde die Grundausbildung verschoben.

Ulrich Baumgärtner,  Inspekteur des Sanitätsdienstes.
Ulrich Baumgärtner, Inspekteur des Sanitätsdienstes, hält es für gefährlich, die Grundausbildung zuzulassen.
Quelle: Thomas Frey/dpa/Archiv

Die Bundeswehr verschiebt wegen der Corona-Pandemie ihre Grundausbildung. "Es wäre jetzt zu gefährlich, die Rekruten an unseren Standorten auf engem Raum zusammenzufassen", sagte der Inspekteur des Sanitätsdienstes, Ulrich Baumgärtner mit Blick auf das hochansteckende Coronavirus.

Grundausbildung frühestens ab 1. Juni

"Die schriftlich zum 1. April eingestellten Rekruten bleiben unter Auflagen zu Hause und beginnen ihre Grundausbildung frühestens am 1. Juni", erklärte der Generaloberstabsarzt.

"Wir versuchen aber jetzt schon mit E-Learning, ihnen Grundlagen wie das Soldatengesetz und das Wehrrecht zu vermitteln."

Die Grundausbildung werde vorerst von drei Monaten auf sechs Wochen verkürzt. Teils könnten auch die Wochenenden genutzt werden. Hinzu komme anschließend eine ergänzende Ausbildung. "Die Rekruten, die zum 1. Juli eingezogen würden, wollen wir am 1. August beginnen lassen. Am 1. Oktober würde wieder die normale dreimonatige Grundausbildung starten", sagte Baumgärtner.

Schnelltests und Antikörpertests entscheidend

"Entscheidend für eine gezielte Steuerung der Pandemie in der Bundeswehr, dass in den kommenden Monaten Schnelltests und Antikörpertests entwickelt und verfügbar sein müssen, um flächendeckend und rasch herauszufinden, wer akut infiziert und wer schon immun ist", betonte der Inspekteur des Sanitätsdienstes.

In der Corona-Krise hält die Bundeswehr zudem 37.000 Soldaten, darunter 17.000 aus dem Sanitätsdienst bereit. Auch Intensivbetten in den Bundeswehrkrankenhäusern werden für Covid-19-Patienten vorgehalten.

Im Video: Viele Soldaten übernehmen in der Corona-Krise neue Aufgaben, auch in der Pflege.

Bei jedem Einstellungstermin ziehe die Bundeswehr 2.500 bis 4.000 Rekruten ein, erklärte Baumgärtner. Der Einstellungsumfang schwanke üblicherweise zwischen den einzelnen Quartalen stark.

Die Bundeswehr hat rund 180.000 Soldaten. Sie dienen freiwillig, die Wehrpflicht ist ausgesetzt. Das Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr hat seinen Sitz in Koblenz.

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