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Rapper infiziert - Bushido vs. Clanchef: Corona bremst Prozess

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Im Verfahren gegen einen Berliner Clanchef sollte Rapper Bushido wieder als Zeuge aussagen - hat nun aber Corona. Der Prozesstermin am Mittwoch wurde abgesagt.

Rapper Bushido neben seinem Anwalt. Archivbild
Sollte als Zeuge befragt werden: Rapper Bushido neben seinem Anwalt (Archivbild)
Quelle: ---/dpa Pool/dpa

Wegen der Corona-Infektion von Rapper Bushido ist der Prozesstermin gegen einen Berliner Clanchef kurzfristig abgesagt worden. Bushido ist in dem Verfahren mutmaßliches Opfer und Nebenkläger. "Der heutige Termin am Landgericht ist aufgehoben", sagte eine Sprecherin des Landgerichts Berlin. Jetzt wolle man mit Gesundheitsamt und Arbeitsmedizinischem Zentrum das weitere Vorgehen besprechen.

Offiziell sei die zuständige Strafkammer des Landgerichts am Morgen darüber unterrichtet worden, dass ein Verfahrensbeteiligter positiv auf das Coronavirus getestet worden sei.

Bushido hatte am Dienstagabend seine Infektion öffentlich gemacht. "Auch wenn ich alle Vorgaben sehr ernst genommen habe, habe ich heute einen positiven Corona-Test erhalten", schrieb der 42-Jährige auf Instagram. Er habe Symptome.

Nehmt die Sache ernst und achtet auf eure Mitmenschen.
Bushido

Bushido-Prozess: 50 Menschen im Verhandlungssaal

Am Montag - der mittlerweile zwölfte Verhandlungstag - war die Befragung von Bushido im Prozess gegen Clanchef Arafat A.-Ch. und drei seiner Brüder fortgesetzt worden. Im Saal waren mehr als 50 Personen. Im Kriminalgericht in Berlin-Moabit gilt Maskenpflicht. Auch während der Verhandlung trugen alle Prozessbeteiligten sowie Zuschauer im Saal Mund-Nasen-Schutz.

Richter, Staatsanwälte, Verteidiger sowie Bushido als Zeuge nahmen ihre Maske lediglich zum Sprechen ab. Der Hauptangeklagte Arafat A.-Ch. setzte als Einziger im Saal keine Maske auf. Der 44-Jährige leide seit seinem dritten Lebensjahr an Asthma und sei deshalb von der Maskenpflicht befreit, hatte einer seiner drei Verteidiger begründet.

Clanchef Arafat A.-Ch. werden versuchte schwere räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung und gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt. Drei seiner Brüder sind als Gehilfen oder Mittäter angeklagt. Es sei zu Straftaten gekommen, nachdem Bushido 2017 die Geschäftsbeziehungen aufgelöst habe.

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