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Drama bei Flucht nach Ceuta - "Haben das Baby geschnappt, es war eiskalt"

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Ein Taucher der Guardia Civil sorgt für Aufsehen. Der Polizist rettete ein scheinbar lebloses Baby vor dem Ertrinken. Die Mutter hatte versucht, mit dem Kind an Land zu schwimmen.

Taucher der spanischen Polizeieinheit Guardia Civil rettet ein Baby aus dem Meer, aufgenommen am 18.05.2021 in Ceuta (Spanien)
Ein Mitglied der Polizeieinheit Guardia Civil rettete das Baby aus dem Meer in Ceuta (Spanien).
Quelle: dpa

Bei der Flucht von etwa 8.000 Menschen auf die Nordafrika-Exklave Ceuta hat ein Bild besonders großes Aufsehen erregt: Ein Foto zeigt, wie ein Beamter der spanischen Polizeieinheit Guardia Civil (Zivilgarde) ein wenige Monate altes Baby im Mittelmeer mit einem Rettungsring birgt.

Taucher Juan Francisco Valle avancierte in Spanien schnell zum gefeierten Helden - und gefragten Interviewpartner.

Mutter trug Baby auf dem Rücken

Das Baby sei am Dienstag von der im Wasser treibenden Mutter auf dem Rücken getragen worden, erzählte der Polizist dem Radiosender Cope am Mittwoch.

Wir haben uns das Baby geschnappt, es war eiskalt, völlig blass, es hat sich überhaupt nicht bewegt...
Juan Francisco Valle, Guardia Civil

"Ganz ehrlich, ich wusste nicht, ob es noch am Leben oder schon tot war." Der erfahrene Beamte räumte ein, der Einsatz sei "schon ein bisschen traumatisch" gewesen. Oft habe man nicht erkennen können, was die schwimmenden Migranten auf dem Rücken getragen hätten - "ob Rucksäcke oder Kleidung, oder vielleicht kleine Babys."

"Es gibt keine Alternativen zur Diplomatie", so Gerald Knaus, Vorsitzender der Europäischen Stabilitätsinitiative, über Marokkos Grenzöffnung nach Europa.

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Nach zwei Tagen mit der Ankunft von Tausenden Flüchtenden innerhalb von nur 36 Stunden am Montag und Dienstag hatte sich die Lage in Ceuta am Mittwoch deutlich beruhigt.

Die Zahl der schnell wieder nach Marokko abgeschobenen Menschen belief sich zuletzt auf circa 5.600, wie die Regierung in Madrid mitteilte.

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