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Britischer Musiker : Rolling-Stones-Schlagzeuger Charlie Watts tot

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Der Schlagzeuger der legendären britischen Rockband Rolling Stones, Charlie Watts, ist tot. Er wurde 80 Jahre. Seit 1963 war er Teil der Band.

Charlie Watts
Charlie Watts war Schlagzeuger der Rolling Stones.
Quelle: ap

Der Rolling-Stones-Schlagzeuger Charlie Watts ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Das teilte sein Pressesprecher Bernard Doherty am Dienstag mit. Er sei "friedlich in einem Londoner Krankenhaus verstorben". Seine Familie sei bei ihm gewesen.

Watts hatte bekanntgegeben, dass er in diesem Jahr nicht mit den Rolling Stones auf Tour gehen würde. Er begründete das mit nicht näher beschriebenen gesundheitlichen Problemen. aut Sender BBC war Watts im Jahr 2004 bereits wegen Kehlkopfkrebs behandelt worden.

"Charlie war ein geschätzter Ehemann, Vater und Großvater und auch als Mitglied der Rolling Stones einer der großartigsten Schlagzeuger seiner Generation", teilte Doherty mit.

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Watts kam vom Jazz

Geboren am 2. Juni 1941 in Nordlondon, entdeckte der Musiker schon früh seine Liebe zu Jazz und Blues. Er bastelte sich aus einem alten Banjo sein erstes Schlagzeug - es war der Beginn einer jahrzehntelangen Karriere mit diversen Jazz-Formationen und eben den Rolling Stones.

Watts kam ein halbes Jahr nach dem ersten Auftritt der Band im legendären Londoner Marquee Club am 12. Juli 1962 dazu. Die Entscheidung machte sich bezahlt, musikalisch und finanziell. Die Stones hätten eben das Glück und das Geld gehabt, viel Zeit im Studio verbringen zu können, sagte er dem britischen "Telegraph" ein halbes Jahrhundert später - und sie hätten daher viel ausprobieren können.

Anders als Jagger und Richards mied Watts das Rampenlicht

Der Drummer galt als einer der bestgekleideten Rockstars. Doch im Gegensatz zu Sänger Mick Jagger und Gitarrist Keith Richards mied er das Rampenlicht. Als Jazzmusiker wusste er musikalische Kollaborationen zu schätzen und schweißte die Stones zusammen - nicht nur, wenn er den Rhythmus auf der Bühne vorgab, sondern vor allem, wenn sich Jagger und Richards über Jahre hinweg immer wieder verkrachten.

In den 1980ern trank Watts stark und nahm Drogen. 2004 überstand der einst starke Raucher eine Kehlkopfkrebserkrankung.

Seit 1964 mit derselben Frau verheiratet

Seit 1964 war Watts mit derselben Frau verheiratet, der Künstlerin Shirley Watts, mit der er eine erwachsene Tochter hatte. Sie lebten auf einem Gestüt in der Grafschaft Devon und züchteten professionell Araberpferde.

Doch das Rockerleben ließ ihn nicht los: Nach jeder Tour versuche er sich zurückzuziehen, gestand er der "Times" mit 75. Keith Richards frage ihn, was er dann tun werde. "Ich weiß nicht, Rasenmähen? Also setze ich mich nicht zur Ruhe."

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