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Im Jahr 2025 - Chemnitz soll Kulturhauptstadt Europas werden

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Einige Punkte sprachen gegen die Bewerbung: Trotzdem soll Chemnitz deutsche "Kulturhauptstadt Europas 2025" werden. Dafür stimmte die Auswahljury.

Der Jubel war groß, als das Ergebnis verkündet wurde: Chemnitz wird „Europäische Kulturhauptstadt“ 2025. Dabei hatte die Stadt eher als Underdog gegolten.

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Chemnitz soll Deutschland als Europäische Kulturhauptstadt 2025 vertreten. Eine entsprechende Empfehlung für die sächsische Stadt verkündete die europäische Auswahljury am Mittwoch in Berlin. Damit haben Hannover, Hildesheim, Magdeburg und Nürnberg - die anderen Städte der Shortlist - das Nachsehen.

Zuvor waren im vergangenen Dezember die Mitbewerber Dresden, Gera und Zittau ausgeschieden. Die Empfehlung der Jury muss von Bund und Ländern in eine formelle Ernennung umgewandelt werden. Die zweite Europäische Kulturhauptstadt 2025 stellt Slowenien, die Entscheidung soll im Dezember verkündet werden.

Das Karl-Marx-Monument steht im Zentrum der Stadt Chemnitz am 20.10.2020
Früher Karl-Marx-Stadt, heute Chemnitz: Die Stadt in Sachsen soll deutsche "Kulturhauptstadt Europas 2025" werden.
Quelle: dpa

2020: Rijeka in Kroatien und Galway in Irland Kulturhauptstädte

In diesem Jahr können sich Rijeka in Kroatien und Galway in Irland mit dem Titel schmücken. Jüngste Europäische Kulturhauptstadt aus Deutschland war Essen mit dem Ruhrgebiet (2010). Ausgezeichnet wurden davor auch schon Weimar (1999) und West-Berlin (1988). In den Bewerberstädten wurden jahrelang Ideen gewälzt, Programme aufgestellt und dicke Bewerbungen geschrieben.

Die Kandidaten wurden aufgrund umfangreicher Bewerbungsbücher bewertet. Außerdem gab es zuletzt Stadtbesuche, wegen der Corona-Pandemie allerdings ausschließlich digital. Chemnitz will "all die Leute und Orte sichtbar machen, die man nicht sieht, und damit auch ein Chemnitz, das in Europa - noch - keiner auf dem Schirm hat", so das Bewerbungsteam. Mit kulturellen Mitteln sollen Gräben überwunden werden.

Rechtsradikale Aufmärsche in Chemnitz 2018

Chemnitz war vor zwei Jahren tagelang im Ausnahmezustand gewesen, nachdem Daniel H. am Rande des Stadtfests von einem Asylbewerber erstochen worden war. Es folgten Demonstrationen, bei denen auch der Hitlergruß gezeigt wurde.

Die Ereignisse des Sommers 2018 wurden genau wie brachliegende Flächen und leerstehende Häuser zunächst als Schwäche in der Bewerbung der drittgrößten Stadt in Sachsen betrachtet.

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