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Tote und Verletzte bei Parade : Chicago: Tat offenbar seit Wochen geplant

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Bei einer Parade in einem Vorort von Chicago sind mindestens sieben Menschen durch Schüsse getötet worden. Der Schütze hatte die Tat offenbar seit Wochen geplant.

Kein Tag vergeht ohne Waffengewalt in den USA. Nun hat ein Schütze bei einer Parade in Chicago anlässlich des Nationalfeiertages scheinbar wahllos in eine Menschenmenge geschossen.

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Der Verdächtige, der in einem Vorort von Chicago während der Parade zum US-Unabhängigkeitstag sieben Menschen erschossen, einer der mehr als 30 Verletzten starb am Dienstag im Krankenhaus. Der mutmaßliche Täter hat seine Bluttat nach Angaben der Ermittler wochenlang vorbereitet. Der 21-jährige Robert "Bobby" Crimo habe sich offenbar auf legalem Weg ein Gewehr mit hoher Durchschlagskraft besorgt und sich als Frau verkleidet, um seine Identität zu verschleiern und leichter fliehen zu können, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.

Wahllos in die Menge geschossen

Der Mann hatte am Montag auf die Teilnehmer und Zuschauer der Parade in Highland Park geschossen. Nach ersten Erkenntnissen habe er wahllos in die Menge geschossen, sagte Polizeisprecher Chris Covelli.

Der 21-Jährige sei über eine Feuerleiter auf das Dach eines Geschäftsgebäudes gelangt. Von dort aus habe er mehr als 70 Schüsse abgefeuert. Anschließend sei er vom Dach gestiegen, habe sein Gewehr fallen lassen und sich unter die Menge der Flüchtenden gemischt. Stunden später wurde Crimo nach einer kurzen Verfolgungsjagd in seinem Auto festgenommen.

Augenzeuge spricht von 30 Knallgeräuschen

Ein Augenzeuge namens Miles Zaremski sagte dem Sender CNN, er habe mehrere Verletzte und leblose Menschen gesehen, die auf dem Boden lagen. "Es war herzzerreißend." Zaremski sagte weiter, er habe rund 30 Knallgeräusche gehört. Menschen seien von der Parade geflohen. "Es war einfach chaotisch."

Die Parade hatte um 10 Uhr Ortszeit begonnen, nach einem Bericht der Zeitung "Chicago Sun-Times" wurde der Umzug gestoppt, weil Schüsse fielen. Hunderte Besucher - einige blutverschmiert - flohen von der Umzugsstrecke.

Ein Polizeibeamter aus Lake County reagiert in der Innenstadt von Highland Park (Illinois, USA) am 04.07.2022
Ein Polizeibeamter aus Lake County in der Innenstadt von Highland Park (Illinois, USA)
Quelle: dpa

Diskussion über schärfere US-Waffengesetze neu entfacht

US-Präsident Joe Biden sagte, er und seine Frau Jill seien "von sinnloser Schusswaffengewalt schockiert, die wieder einmal einer amerikanischen Gemeinde Trauer gebracht hat an diesem Unabhängigkeitstag".

Nach der Entscheidung des Obersten Gerichts müssen die US-Demokraten auf Gewinne bei den Zwischenwahlen hoffen, um ihre geplante Verschärfung des Waffenrechts durchzusetzen, so ZDF-Korrespondent Benjamin Daniel.

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Die USA haben seit langem mit einem riesigen Ausmaß an Waffengewalt zu kämpfen. Erst Ende Mai hatte ein 18 Jahre alter Schütze an einer Grundschule in Texas ein Massaker angerichtet. Er hatte Ende Mai in der Kleinstadt Uvalde 19 Kinder und zwei Lehrerinnen getötet, bevor er von der Polizei erschossen wurde.

Die Bluttat hatte die Diskussion über schärfere Waffengesetze in den USA neu entfacht. Schusswaffen sind in den Vereinigten Staaten relativ leicht erhältlich.

21 Tote an einer Grundschule: Wie es dazu kam und warum Versuche, das US-Waffenrecht zu verschärfen, immer wieder scheitern, erklärt Korrespondent Elmar Theveßen bei ZDFheute live.

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