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Corona-App mit neuer Funktion : Kontakttagebuch soll Gesundheitsämtern helfen

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Gesundheitsämter müssen die Kontakte einer positiv getesteten Person möglichst genau nachvollziehen. Wie das neue Kontakttagebuch der Corona-Warn-App dabei helfen soll.

Kontaktagebuch in der Corona-Warn-App
Mit einem Klick können Kontaktpersonen und Aufenthaltsorte der letzten 14 Tage in der Corona-Warn-App hinzugefügt werden.
Quelle: ZDF/dpa

Die Corona-Warn-App hat ein neues Update bekommen. Die wichtigste Neuerung ist dabei das sogenannte Kontakttagebuch. Diese neue Funktion ermöglicht es Nutzerinnen und Nutzern festzuhalten, mit wem sie sich innerhalb der letzten 14 Tage getroffen haben oder wo sie waren.

Verfolgung von Infektionsketten ohne Erinnerungslücken

Für zuständige Gesundheitsämter können das wichtige Informationen sein, wenn es um die Nachverfolgung von Kontakten und das Nachvollziehen von Infektionsketten geht. Im Falle einer Infektion kann die erstellte Kontaktliste einfach an das jeweilige Gesundheitsamt weitergeleitet werden - ohne Erinnerungslücken der betroffenen Personen.

Die Corona-Warn-App erfasst neben den selbst eingetragenen Kontaktpersonen und Aufenthaltsorten in der neuen Tagebuchfunktion nach wie vor auch zufällige Begegnungen mit Fremden. Sobald von einem hohen Infektionsrisiko auszugehen ist, sendet die App per Push-Benachrichtigung eine Warnung.

Nutzung der Tagebuchfunktion ist freiwillig

Virologe Christian Drosten empfiehlt das Führen eines Kontakttagebuchs während der Corona-Pandemie bereits seit Längerem. Das Hauptargument: Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, seien schon mehrere Tage vor der Erkrankung ansteckend. Das heißt konkret: Auch ohne Symptome oder akutes Krankheitsgefühl kann das Virus übertragen werden.

Die Nutzung des Kontakttagebuchs ist freiwillig - genauso wie die Übertragung der erfassten Daten an das zuständige Gesundheitsamt. Kommt es zu einer Infektion mit dem Coronavirus, werden Betroffene allerdings ohnehin aufgefordert, ihre Kontaktpersonen der letzten 14 Tage zu übermitteln. Dieser Schritt soll über die Corona-Warn-App künftig schneller und bequemer abgewickelt werden können.

Datenschutz: Heikles Thema

Bei Kontakttagebüchern geht es um sensible Daten: Dort werden Namen, eventuell Adressen und Kontaktdaten von Personen sowie Datum und Ort des Kontakts notiert. Die Daten werden zwar nur in der App gespeichert und nach 16 Tagen automatisch gelöscht - dennoch sollten sie möglichst nicht an andere Menschen gelangen oder für andere Zwecke genutzt werden können.

So können Sie das Kontakttagebuch aktivieren:

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