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Europäische Apps "mit Hochdruck" verbinden

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Kanzleramtschef Helge Braun - Europäische Apps "mit Hochdruck" verbinden

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Bislang erlaubt die neue Corona-App nur Kontaktverfolgungen mit derselben App. Das soll sich zur Urlaubssaison ändern, verspricht Kanzleramtsminister Braun im ZDF.

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Die deutsche Corona-App ist erfolgreich gestartet. Doch wenn Reisen in Europa wieder möglich sind, bringt sie wenig, da die verschiedenen europäischen Apps nicht aufeinander abgestimmt sind. Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) verspricht im ZDF baldige Fortschritte.

Braun: App hilft in der Urlaubszeit

Die Tatsache, dass man die App habe, helfe in der Urlaubszeit, so Braun im "heute journal". Am Anfang der Krise habe man gesehen, wie sich Reiserückkehrer aus einem Hotspot, zum Beispiel Ischgl, landesweit verteilten. Die App könne dazu führen, dass es eher wieder viele vereinzelte Fälle gibt. "Das müssen wir dann auch schnell erkennen und darauf reagieren."

Corona-Warn-App funktioniert nur im Inland

Allerdings funktioniert die App im Ausland bisher nicht. Nur, wenn sich zwei Menschen begegnen, die beide die deutsche App auf ihrem Handy haben, dann werde der Kontakt entsprechend festgestellt, sagt Braun im Interview. "Wir arbeiten unter Hochdruck daran", verspricht der Kanzleramtsminister.

Insbesondere im Süden - also Österreich, Schweiz, Italien - arbeiten die Apps der Länder auch dezentral, erklärt Braun. "Da glauben wir, dass wir es sehr schnell schaffen, dass sie zusammenarbeiten." Mit den Ländern, die einen zentralen Ansatz verfolgen, wie zum Beispiel Frankreich, strebe man ebenfalls eine Zusammenarbeit an.

Das werde aber deutlich schwieriger, "weil wir unser hohes Datenschutzniveau dadurch nicht beeinträchtigen wollen". Deshalb gehe die Kollaboration hier eher später.

[Sehen Sie das Interview in voller Länge oben im Video.]

In Berlin wurde heute die neue Corona-App vorgestellt - Minister, Entwickler und das RKI zeigten sich erleichtert darüber.

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Die verschiedenen Corona-Apps der EU-Staaten sollen künftig Informationen untereinander austauschen können und so die Kontaktverfolgung von Infizierten über Ländergrenzen hinweg möglich machen. Darauf einigten sich Deutschland und mehrere andere Länder, wie die EU-Kommission mitteilt.

Dabei sind alle Länder, deren Apps auf eine dezentrale Speicherung der Daten setzen. Neben Deutschland, das seine Corona-Warn-App am Dienstag startete, sind das rund 15 andere EU-Länder, sowie Liechtenstein und Norwegen. Davon hat bislang allerdings nur ein kleiner Anteil seine Apps gestartet.

Französische und ungarische App nicht dabei

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes soll die Kontaktverfolgung von Infizierten ermöglichen und dadurch die Infektionsketten verkürzen. Künftig soll sie auch nahtlos mit den anderen Apps zusammenarbeiten können. EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton betont: "Nun, da wir uns der Reisesaison nähern, ist es wichtig, sicherzustellen, dass Europäer die App ihres eigenen Landes benutzen können, wohin auch immer sie in der EU reisen."

Auch andere EU-Staaten haben ähnliche Apps.

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Kontaktverfolgungs-Apps könnten hilfreich sein, die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Gesundheits-Kommissarin Stella Kyriakides ruft die EU-Bürger dazu auf, diese Apps zu nutzen. Nach Angaben der EU-Kommission haben sich die teilnehmenden Länder auf eine Reihe technischer Details geeinigt.

Die französische und die ungarische App sind nicht dabei, weil sie die gesammelten Daten zentral auf einem Server speichern und nicht dezentral auf den Handys. Andere Länder haben sich dagegen entschieden, eine App zur Kontaktverfolgung einzusetzen, oder haben diese Entscheidung noch nicht getroffen.

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