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Schutz vor Corona : Sind bald Auffrisch-Impfungen nötig?

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Für viele Menschen liegt der Zeitpunkt ihrer Zweitimpfung schon ein halbes Jahr zurück. Noch ist unklar, wie lange der Schutz anhält. Einige Länder impfen dennoch ein drittes Mal.

Zu viele Menschen scheuen noch eine Impfung.
In einigen Ländern gibt es bereits Corona-Auffrischimpfungen.
Quelle: Sven Hoppe/dpa

Warum soll es eine dritte Impfung geben?

Anfang Juli kündigten die Impfstoff-Hersteller Biontech und Pfizer an, "in den kommenden Wochen" unter anderem in der EU und den USA die Zulassung für eine dritte Dosis ihres Vakzins zu beantragen. Nach ihren Angaben schützen zwei Dosen sechs Monate lang gut vor schweren Verläufen einer Covid-19-Erkrankung.

Mit der Zeit sowie mit dem Auftreten neuer Virus-Varianten sei aber damit zu rechnen, dass die Wirksamkeit abnehme. Deshalb könnte eine dritte Dosis nach sechs bis zwölf Monaten erforderlich sein.

Braucht jeder eine dritte Impfung?

Bisher sehen die Gesundheitsbehörden nicht vor, eine dritte Dosis für alle vollständig Geimpften zu empfehlen. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA und das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) betonen, dass es zu früh für eine Aussage darüber sei, ob und wann eine dritte Dosis nötig ist. Die Impfkampagnen in den verschiedenen Ländern und jüngste Studien hätten noch nicht genügend Daten dazu geliefert.

Ähnlich sieht es auch der Vorsitzende des Corona-Notfallkomitees der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Didier Houssin. Er warnte, Auffrischungsimpfungen könnten "die Ungleichheit beim Zugang zu Impfstoffen verschärfen", indem sie Ländern Dosen vorenthielten, die es schon jetzt kaum schafften, die Menschen ein erstes Mal zu impfen.

Ungarns Regierungschef Viktor Orban hat hingegen bereits angekündigt, dass sich ab August alle Bürger für eine Auffrischungsimpfung melden können, deren Zweitimpfung mindestens vier Monate zurückliegt.

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Wie sinnvoll ist die Auffrischung für gefährdete Gruppen?

Nach Frankreich begann auch Israel in der vergangenen Woche mit der Verabreichung von dritten Dosen an Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist, etwa aufgrund von Organtransplantationen, Krebs oder Niereninsuffizienz. Beide Länder wiesen auf zunehmende Erkenntnisse hin, wonach Patienten mit geschwächtem Immunsystem nach zwei Impfdosen nicht ausreichend Antikörper entwickeln.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ging in der vergangenen Woche noch einen Schritt weiter und kündigte ab September Auffrischungs-Impfungen für früh in diesem Jahr geimpfte Risikogruppen an. Seine wissenschaftlichen Berater verwiesen auf erste Studien, wonach ältere Menschen nicht nur weniger Antikörper bilden als junge, sondern diese auch schneller wieder zurückgehen.

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