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Corona-Infektionen in Club - Verband: Ausbruch im Berghain "Normalität"

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Es war die erste große Club-Nacht im Berghain nach dem Shutdown. Die Bilanz: 19 Corona-Infektionen, 2.500 Teilnehmer mussten kontaktiert werden. Für die Club-Szene gehört das dazu.

Berlin: Mehrere hundert Menschen stehen vor dem Berghain an, aufgenommen am 03.10.2021 in Berlin
Das Berghain Anfang Oktober: Mehrere hundert Menschen stehen vor dem Eingang an
Quelle: dpa

Nach dem Corona-Ausbruch im Berliner Techno-Club Berghain sieht die Clubcommission keinen Grund zur größeren Sorge. Dass nach Behördenangaben 19 Infektionen bekannt wurden und 2.500 Menschen kontaktiert wurden, wertet Verbandssprecher Lutz Leichsenring als Zeichen dafür, dass die Alarmierung funktioniere.

Wir glauben, dass es zur Normalität gehört. Es ist ein Risiko, mit dem wir jetzt leben.
Lutz Leichsenring, Clubcommission Berlin

Für Leichsenring kommt es auf die Krankheitsverläufe an. Wenn es nicht um Infektionen, sondern um schwere Verläufe ginge, würde er anders klingen, so Leichsenring. Jeder habe die Möglichkeit, sich durch eine Impfung vor einem schweren Verlauf zu schützen. Es gehe um selbstbestimmtes Handeln.

Wir treffen Familie Bösch bei den letzten Vorbereitungen für ihre Veranstaltung.

Beitragslänge:
7 min
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Gäste müssen 2G-Regel beachten

Der Ausbruch wurde zwei Wochen nach der ersten Berghain-Clubnacht nach dem Lockdown bekannt. Dort galt die 2G-Regel, nach der die Gäste genesen oder geimpft sein müssen. Der Ausbruch war nicht der erste dieser Art im Bezirk. Auch bei anderen 2G-Veranstaltungen in Friedrichshain-Kreuzberg seien Infektionen im unteren zweistelligen Bereich bekannt geworden, erklärte eine Sprecherin des Bezirks am Mittwoch. Ob die Veranstaltungen auch Tanz-Events waren, konnte sie nicht sagen.

Es ist kein Berlin-Phänomen: In Münster gab es einen größeren Corona-Ausbruch in einem Club mit 2G-Regel, bei der man beim Tanzen keine Maske tragen musste. Den Berghain-Partygängern wurde vom Bezirk empfohlen, sich testen und bei Symptomen einen PCR-Test machen zu lassen. Vom Club selbst gab es auf Anfrage keine Stellungnahme.

70 Prozent der Berliner Clubs wieder geöffnet

Der berühmte Techno-Club hatte mit einem Video selbstironisch auf die 2G-Regel aufmerksam gemacht. Mithilfe von Travestiekünstler Ades Zabel wurde darin die Frage geklärt, wie man in den für seine strenge Türpolitik berüchtigten Club reingelassen wird.

Die Clubcommission, der Dachverband der Szene, ist laut Leichsenring für die 3G-Regel, die neben Geimpften und Genesenen auch offiziell getestete Gäste hereinlässt. Clubs hätten eine sozial verbindende Rolle. Wichtig ist laut Leichsenring, dass beim Einlass etwa der digitale Impfpass gescannt wird, dass sich die Leute ein- und auschecken und niemand mit Symptomen hineingeht. Die Clubs hätten zudem durch Fördergelder bei ihren Lüftungsanlagen aufgerüstet.

Das Berliner Nachtleben war wegen der Pandemie etwa anderthalb Jahre mehr oder weniger in der Zwangspause. Mittlerweile laufe bei etwa 70 Prozent der Clubs der Betrieb wieder, so Leichsenring.

Menschen stehen beim Start eines Pilotprojektes vor einem Club am Nollendorfplatz.

Pilotprojekt - Sechs Berliner Clubs öffnen in der Pandemie 

In sechs Berliner Clubs kann am Wochenende wieder gefeiert werden - mit negativem PCR-Test. Kultursenator Lederer ist "happy" über das Pilotprojekt und die Partygänger freuen sich.

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