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Corona-Ausbruch : Hamm und Osnabrück: Hunderte in Quarantäne

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Zwei Corona-Ausbrüche, bei denen auch die britische Variante im Spiel ist, sorgen für Wirbel: In Hamm wurden mehrere Häuser abgeriegelt, in Osnabrück steht eine Eisfabrik im Fokus.

Nach Nachweisen der britischen Virusvariante in Hamm und Osnabrück stehen Hunderte Menschen unter Quarantäne.

Im nordrhein-westfälischen Hamm wurden vier Mehrfamilienhäuser an unterschiedlichen Standorten vorerst abgeriegelt. Die Polizei war in der Nacht zum Dienstag mit einer Hundertschaft im Einsatz. Insgesamt 80 Hausbewohner stehen unter Quarantäne - am Montag war ein bulgarischer Montage-Arbeiter positiv auf die ansteckendere britische Variante B.1.1.7 getestet worden.

Mobile Testteams sind unterwegs, um möglichst bei allen infrage kommenden Bewohnern und Kontaktpersonen PCR-Tests vorzunehmen. Diese sollen dann auf die britische Variante untersucht werden.

Mehr als 200 Infizierte in Eisfabrik

Auch im niedersächsischen Osnabrück stehen Hunderte Menschen unter Quarantäne. Hier hatten sich 210 Beschäftigte einer Eiscremefabrik des Unternehmens Froneri mit Corona infiziert. Bei mindestens zwei von ihnen wurde die britische Mutante B.1.1.7 nachgewiesen.

Wie das Unternehmen mitteilte, befinden sich aktuell 670 Beschäftigte in Quarantäne - das seien alle, die seit dem 25. Januar Zutritt zum Werksgelände hatten. 398 Mitarbeiter hatten ein negatives Testergebnis. Der gesamte Standort bleibe mindestens bis zum 26. Februar geschlossen. Darüber hinaus sollen alle Beschäftigten noch einmal getestet werden.

Gründe des Corona-Ausbruchs in Osnabrück unklar

"Die Dimension des Ausbruchs ist vergleichbar mit Ausbruchsgeschehen in Schlachtbetrieben im letzten Jahr und muss ausgesprochen ernst genommen werden", sagte ein Sprecher des niedersächsischen Sozialministeriums. Entscheidend sei nun, dass alle Kontaktpersonen gefunden und unter Quarantäne gestellt werden, um eine weitere Verbreitung zu verhindern. Über die Gründe des Massenausbruchs war zunächst nichts bekannt.

Die zunächst in Großbritannien aufgekommene Mutante B.1.1.7 ist nach konservativen Schätzungen 35 Prozent ansteckender als das ursprüngliche Coronavirus. Auch für andere Varianten wie die südafrikanische wird eine höhere Übertragbarkeit angenommen, genaue Daten dazu gibt es aber noch nicht.

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