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Weniger Behandlungen - Covid-19 belastet Kampf gegen Aids

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In den vergangenen Monaten konzentrierte sich vieles auf die durch das Coronavirus ausgelöste Krankheit Covid-19. Doch auch andere tödliche Krankheiten kursieren weiter.

Die Röntgenaufnahme eines Patienten. Symbolbild
Die Röntgenaufnahme eines Patienten. Symbolbild
Quelle: Rainer Jensen/dpa

Die Covid-19-Pandemie wirkt sich katastrophal auf den Kampf gegen andere tödliche Krankheiten aus. Das berichtet der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria. Betroffen seien vor allem Tuberkulose- und Aids-Patienten - hier sei die Zahl der Behandlungen und Tests deutlich gesunken. Die Corona-Pandemie habe da 2020 verheerende Auswirkungen gehabt.

Über vier Milliarden US-Dollar jährlich

Die 2002 gegründete und zuvor von der G8 gebilligte internationale Organisation Globale Fonds mobilisiert und investiert eigenen Angaben zufolge jährlich mehr als vier Milliarden US-Dollar zur Unterstützung von Programmen, die von lokalen Experten in mehr als 100 Ländern durchgeführt werden.

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Immer weniger Menschen werden behandelt

Bis August 2021 seien bereits 3,3 Milliarden US-Dollar für Aids-, Tuberkulose- und Malariaprogramme bewilligt worden, im vergangenen Jahr waren es 4,2 Milliarden US-Dollar (3,55 Milliarden Euro). Zusätzlich habe man 980 Millionen US-Dollar genehmigt, um auf Covid-19 zu reagieren.

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Dem Bericht zufolge sank im Jahr 2020 die Zahl der gegen arzneimittelresistenten Tuberkulose behandelten Menschen in den Ländern, in die der Fonds investiere, um 19 Prozent. Auch die Zahl der Menschen, die mit Aids-Präventionspogrammen erreicht worden seien, sei im Vergleich zu 2019 um 11 Prozent zurückgegangen. Die Zahl der HIV-Tests sei um 22 Prozent zurückgegangen, was den Beginn einer Behandlung in den meisten Ländern verzögert habe.

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Der Kampf gegen Malaria sei durch Covid-19 nicht ganz so stark betroffen gewesen, hieß es weiter. Allerdings sei die Zahl der getesteten Malariaverdachtsfälle um 4,3 Prozent zurückgegangen. Der Globale Fonds wirbt weltweit Gelder ein, verwaltet und investiert sie. Die Zahl der durch Aids, Tuberkulose und Malaria verursachten Todesfälle ging in den Ländern, in die der Globale Fonds investiert, eigenen Angaben zufolge um 46 Prozent zurück.

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