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Aktivistengruppe in Berlin - Corona-Leugner für Party-Videos in Kritik

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"Ein bisschen Sars muss sein." Eine Berliner Aktivistengruppe organisiert trotz Shutdown-Pandemie öffentliche Feiern in Supermärken und Bahnen. Videos davon stellt sie ins Netz.

Corona-Party in einer Berliner U-Bahn
Aktivisten von "Freedom Parade" auf dem Rückweg von einer Corona-Demonstration in Dresden am 12. Dezember.
Quelle: Telegram-Kanal "Freedom Parade"

Die täglichen bestätigten Infektionszahlen und Corona-Toten nehmen trotz hartem Shutdown weiter zu. Viele Familien machen sich gerade Gedanken, wie sie sicher gemeinsam oder getrennt Weihnachten feiern können.

Eine Berliner Aktivistengruppe macht in der gleichen Zeit mit verantwortungslosen Protestaktionen gegen die Corona-Maßnahmen auf sich aufmerksam. In den sozialen Medien verbreiten sich gerade Videoaufnahmen von Menschengruppen, die ohne Maske und mit lauter Partymusik im öffentlichen Nahverkehr und einem Supermarkt im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg feiern. Ihr Motto: "Ein bisschen Sars muss sein."

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Party-Planungen über Telegram

Die Aufnahmen stammen von Mitgliedern einer Gruppe namens "Freedom Parade". Seit Sommer beteiligte sich die Gruppe immer wieder an Maßnahmen-kritischen Protesten. Der Telegram-Nutzer, der das Supermarkt-Video in der Gruppe von "Freedom Parade" am Donnerstag zuerst hochgeladen hat, trägt auf seinem Profilfoto ein T-Shirt der Berliner "Querdenken"-Gruppe. Viele Mitglieder besprechen, an welchen Corona-Protesten sie kommende Woche teilnehmen möchten.

Über ihre Telegram-Chats koordiniert die Gruppe ihre Aktionen. "Renitentes Glühweintrinken vor der Gethsemanekirche, gleich um 18 Uhr!", so der Aufruf der Kanalbetreiber. Ein Teilnehmer fragt nach, ob die Polizei einen wegen des geltenden Alkoholverbots in der Öffentlichkeit kontrollieren dürfe. "Dich darf bloß keiner erwischen", antwortet ein anderer Nutzer.

Lauterbach: "Gefährden sich und andere"

Vom Arzt Wolfgang Wodarg bis zur früheren Tagesschau-Sprecherin Eva Herman werden auf dem Telegram-Kanal alle bekannten Pandemie-Leugner und Maßnahmen-Kritiker verlinkt und geteilt. Einen rechten politischen Hintergrund hat die Gruppe nicht, sondern kommt aus der Berliner Elektro- und Partyszene.

Der Gründer der Gruppe, der unter dem Pseudonym "Captain Future" auftritt, schreibt auf seiner Webseite, er wolle Menschen "zum ekstatischen Abtanzen zwingen". "Ängste und Mund-Nasenschutzmasken werden dadurch weggeblasen und das Immunsystem gestärkt." Er wolle dem "verrückten Professor Drosten" das Handwerk legen.

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach kritisierte die Aktion auf Twitter:

Diese rücksichtslosen selbstgerechten jungen Leute gefährden sich und andere, wobei sie natürlich wissen, dass andere schwerer erkranken würden als sie selbst. Eine Minderheit, die viele andere infiziert. Ihr gut gelaunter narzisstischer Egoismus ist für mich schwer zu ertragen.
Lauterbach

Unterstützer der Gruppe kommentieren solche Aktionen wie nun in Berlin begeistert: "Mega geil. Ich möchte nächstes Mal dabei sein", schreibt eine Nutzerin.

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