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Corona-Impfkampagne : Noch schneller Impfen mit Betriebsärzten?

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Impfzentren, Hausarztpraxen, mobile Teams - das Impftempo hat zuletzt zugelegt. Mit den Betriebsärzten könne es noch schneller gehen, sagt Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger.

Betriebsärzte sollen ab Juni impfen können.
Bald könnten auch die Betriebsärzte in die Impfkampagne eingebunden werden.
Quelle: dpa/Sven Hoppe

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger fordert, die Betriebsärzte rasch in die Corona-Impfungen einzubeziehen. "Die Politik ist jetzt gefordert, so rasch wie möglich die letzten Voraussetzungen zu schaffen und dafür zu sorgen, dass Impfdosen in ausreichender Menge auch für die Betriebsärzte zur Verfügung gestellt werden", sagte Dulger der "Rheinischen Post".

Unsere Betriebsärzte in den Unternehmen stehen in den Startlöchern.
Rainer Dulger

"Wir erreichen rund 31 Millionen Menschen", unterstrich Dulger. Große Firmen hätten Impfstraßen errichtet, sie brauchten nur noch Impfstoff. Die Impfpriorisierung sollte dann aber fallen, mahnte Dulger. Sie wäre in den Betrieben kaum umsetzbar.

Corona: Impftempo legt deutlich zu

Ende Dezember waren zunächst mobile Teams in Altenheimen unterwegs, um besonders gefährdete Senioren gegen das Virus zu immunisieren. Bald folgten Impfzentren in den Kommunen. Nach Ostern kamen Hausarztpraxen hinzu.

Das Impftempo legte in den vergangenen Tagen deutlich zu. Inzwischen haben 26,9 Prozent der Bundesbürger mindestens eine Impfung bekommen. Den vollständigen Impfschutz mit einer zweiten Spritze haben 7,7 Prozent der Bevölkerung.

Ärztepräsident Klaus Reinhardt erwartet schnell weitere Fortschritte bei den Corona-Impfungen in Deutschland. "Ich bin überzeugt, dass wir jetzt zügig eine ausreichend große Zahl von Menschen werden impfen können, um ein deutliches Abfallen der Infektionsraten zu erreichen", sagte der Chef der Bundesärztekammer.


Corona-Impfungen: Viele Anfragen junger Leute

"Ich glaube, dass die Impfbereitschaft groß ist und wir sogar mehr als 70 Prozent der Bevölkerung erreichen können", so Reinhardt. Dabei gebe es einen Teil der Bevölkerung, der lieber vom Hausarzt geimpft werden möchte, sagte Reinhardt. "Diese Menschen vertrauen ihrem Doktor, den sie seit Jahren kennen. Wenn er die Impfung für richtig erachtet, sagen viele: Ich mache das. Dieser Faktor wirkt erheblich im Hinblick auf diejenigen, die jetzt noch Zweifel haben."

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Auch in seiner Praxis kämen zunehmend Anfragen junger Leute. Zugleich betonte Reinhardt: "Die Impfzentren funktionieren sehr gut, sie sind top-organisiert. Die Mitarbeiter leisten wirklich gute Arbeit."

Mittlerweile rückt auch das Impfen von Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 15 Jahren in den Fokus. Der deutsche Impfstoffhersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer haben bei der EU-Zulassungsbehörde EMA die Zulassung ihres Corona-Vakzins für diese Altersgruppe beantragt.

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