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Zentren, Hausärzte, mobile Teams - Wie komme ich an einen Booster-Impftermin?

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Booster-Impfungen sollen für alle ab 18 Jahren empfohlen werden. Aber wie komme ich zu meiner dritten Dosis, wenn die Impfzentren geschlossen sind und beim Hausarzt besetzt ist?

Mobiles Impfteam" steht auf einer Kiste während einer Impfaktion des Thüringer Gesundheitsministeriums und der Kassenärztlichen Vereinigung im Regierungsviertel.
Impfaktion eines mobilen Impfteams in Thüringen.
Quelle: dpa

Die Pandemie ist wieder außer Kontrolle, die vierte Welle jetzt schon höher als alle vorherigen. Der Ausweg aus der Misere laut Experten und Politik: Booster-Impfungen. Doch wie kommt man jetzt an einen Impftermin? Und wer ist ab wann berechtigt für die zusätzliche Dosis? Ein Überblick.

Die Bundesregierung schreibt auf ihrer Website zur Booster-Kampagne:

"Auffrischungsimpfungen erfolgen unter anderem durch mobile Impfteams, die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sowie durch Betriebsärztinnen und Betriebsärzte oder je nach Bundesland auch in Impfzentren. Die Organisation und Durchführung der Auffrischungsimpfung liegt dabei in der Zuständigkeit der Bundesländer."

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Wer kommt aktuell für eine Booster-Impfung in Frage?

Die Schutzwirkung der Impfung gegen das Coronavirus lässt nach einigen Monaten nach. Booster-Impfungen sind daher wichtig, um weiter gegen das Virus geschützt zu sein. Aktuell empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) eine Booster-Impfung für Menschen über 70, Personen mit einem geschwächten Immunsystem und denen, die mit dem Impfstoff von Johnson und Johnson geimpft wurden. In Kürze soll diese Empfehlung ausgeweitet werden auf alle Menschen ab 18 Jahren, wie Stiko-Chef Thomas Mertens bei "Markus Lanz" ankündigte.

Ungeachtet der Stiko-Empfehlung ist es aber auch jetzt schon möglich, den Booster zu bekommen. In einem Schreiben des Bundesgesundheitsministeriums an die Vertragsärztinnen und Vertragsärzte werden diese gebeten, bei den Auffrischungsimpfungen "flexibel vorzugehen". Der Abstand zur letzten Impfung von sechs Monaten sei nur eine "zeitliche Richtschnur, die nicht tagesgenau einzuhalten ist". Alle Menschen über 18 Jahren dürfen demnach ein drittes Mal geimpft werden, das sei - auch haftungsrechtlich - durch die Zulassung des Impfstoffs abgesichert.

Wo wird aktuell geimpft?

Baden-Württemberg: Hier sind die stationären Impfzentren des Landes seit dem 30. September geschlossen. Geimpft wird durch mobile Impfzentren und Hausärztinnen und Hausärzte. Es gibt Impfaktionen, bei denen man keinen Termin ausmachen muss, und eine Liste mit impfenden Ärzt*innen, dort ist in der Regel eine Anmeldung nötig. Eine Übersicht über die Impfmöglichkeiten finden Sie unter: www.dranbleiben-bw.de

Bayern: In Bayern wird in Diskotheken, Feuerwehrhäusern und in vielen mobilen Impfbussen geimpft. Eine Übersicht über die Angebote finden Sie hier: www.stmgp.bayern.de/coronavirus/impfung/

Außerdem sollen 81 Impfzentren als Basis für 230 mobile Teams wieder aus dem "Stand-by-Betrieb" geholt werden, teilte das Landesgesundheitsministerium mit.

Berlin: In Berlin werden Impftermine in Arztpraxen oder bei mobilen Impfaktionen über ein Online-Portal vergeben. Bei vielen Praxen kommt jedoch folgende Meldung:

Bitte beachten Sie, dass aufgrund der hohen Nachfrage und aktuell begrenzter Impfdosen alle Verfügbarkeiten ausgebucht sind. Bitte versuchen Sie es erneut zu einem späteren Zeitpunkt.

Besser sieht es aus in den Impfzentren der Hauptstadt, etwa am Flughafen Tegel oder der Messe Berlin. In einigen Stationen wie z.B dem Ring-Center an der Frankfurter Allee wird auch ohne Termin geimpft.

[Hausärzt*innen und Patientenschützer*innen warnen bereits vor einem Verteilungskampf bei den Booster-Impfungen]

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Auffrischungsimpfungen - Ärzte warnen vor Booster-Verteilungskampf 

Hausärzte und Patientenschützer warnen vor einem Verteilungskampf bei den Booster-Impfungen und fordern eine Vorrangprüfung. Die Bundesärztekammer will einen klaren Impf-Fahrplan.

Brandenburg: In Brandenburg gibt es spontane Impfangebote von Ärztinnen und Ärzten, Impfzentren sowie kommunale Impfaktionen. Zu vielen Angeboten können Sie spontan und ohne Termin kommen. Eine Übersicht finden Sie unter: www.brandenburg-impft.de

Eine Liste mit Arztpraxen, die Corona-Schutzimpfungen durchführen, gibt es bei der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg.

Bremen: Im Land Bremen wird in Impfstellen, Impftrucks und durch mobile Teams geimpft. Angebote für eine Erstimpfung, die Zweitimpfung sowie eine Auffrischungsimpfung finden Sie unter: www.gesundheit.bremen.de

Bei den Einsätzen der mobilen Teams sind Impfungen mit dem Impfstoff von Biontech möglich.

Hamburg: Corona-Schutzimpfungen finden in Hamburg generell ohne Termin in zahlreichen Einrichtungen vor Ort statt. Dazu gehören zum Beispiel Jobcenter-Standorte und Bürgerhäuser. Auch in Hamburger Krankenhäusern können Sie sich mit Termin impfen lassen.

Einen Überblick über das Angebot finden Sie hier: www.hamburg.de/corona-impfstationen/

Hessen: In Hessen haben in erste Linie die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte die Erst-, Zweit- oder Auffrischimpfungen gegen das Coronavirus übernommen. Einige Impfzentren in Hessen haben zwar noch geöffnet, bieten aber über ihre Buchungsportale teilweise keine Termine an (Impfambulanz Landkreis Gießen) oder erst in vielen Wochen (Impfzentrum Hochtaunus, erster freier Termin am 31.01.2022). In einigen Landkreisen sind mobile Impfteams unterwegs.

Eine Liste mit impfenden Ärzt*innen finden Sie hier: www.arztsuchehessen.de/

Mecklenburg-Vorpommern: Hier gibt es Sonderimpfaktionen ohne Termin, zusätzlich sind mobile Teams in den Landkreisen unterwegs. Eine Übersicht über die Angebote finden Sie hier: www.mv-corona.de/

Ein Beispiel für eine solche Sonderimpfaktion war der "Tag der offenen Tür" bei Rettungskräften im Kreis Mecklenburgische Seenplatte. Innerhalb von vier Stunden haben sich dort vergangenen Samstag 201 Menschen impfen lassen. "Lockmittel" war hier kostenloser Schweinebraten aus der neuen Feldküche.

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Niedersachsen: Auch in Niedersachsen wird mit Anreizen fürs Impfen gearbeitet. In Hannover sollen etwa Freikarten für Hannover 96, Kinos, Fitnessstudios, Schwimmhallen oder einen Besuch im Zoo Hannover verteilt werden. Seit dem 1. Oktober wurde komplett von stationären auf mobile Impfzentren umgestellt. Nach Angaben des niedersächsischen Gesundheitsministeriums wird die Zahl der mobilen Impfteams landesweit von 134 auf mehr als 200 angehoben. Angebote zu kommunalen Impfzentren und Impfaktionen finden Sie hier: www.impfen-schuetzen-testen.de/impfen/

Eine Übersicht über impfende Ärzt*innen finden Sie hier: www.arztauskunft-niedersachsen.de/

Nordrhein-Westfalen: In NRW sind die ersten Ansprechpersonen bei Interesse an einer Impfung die Hausärztinnen und Hausärzte. Listen der impfenden Praxen finden Sie hier für die Region Nordrhein und hier für die Region Westfalen-Lippe.

Eine Übersicht über mobile Impfteams und regelmäßige Impfangebote finden Sie hier: www.mags.nrw/coronavirus-schutzimpfung

Tests seien zwar "ganz nett", aber es käme auf die Impfungen an, sagt Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe, CDU, und fordert: "Der Bund muss die Impfkapazitäten zur Verfügung stellen und das so schnell wie möglich."

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Rheinland-Pfalz: Die Auffrischungsimpfungen werden im Wesentlichen durch die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in Rheinland-Pfalz umgesetzt. Das Land unterstützt jedoch mit zusätzlichen Angeboten wie Impfbussen. Die Impfzentren im Kreis Mainz-Bingen, Neustadt/Weinstraße, Trier, Koblenz, Ludwigshafen, Germersheim, dem Rhein-Lahn-Kreis und Kaiserslautern sollen ab 24. November wieder öffnen, bis voraussichtlich zunächst Ende April 2022.

Wo der Impfbus gerade steht, finden Sie in diesem Dokument.

Saarland: Auch das Saarland setzt auf Sonderimpfungen mit mobilen Teams der saarländischen Impfzentren. Eine Übersicht über die Aktionen und die Stationen der Impfbusse finden Sie hier: www.saarland.de/

Eine Liste der Corona-Impfpraxen gibt es bei der KV Saarland.

Sachsen: In Sachsen sind seit Oktober die Hausärzt*innen die Ansprechpersonen des Impfprozesses, unterstützt durch 30 mobile Teams, Krankenhäuser sowie Fach-, Kinder- und Betriebsärzt*innen. Um das Tempo beim Impfen zu erhöhen, sollen nun auch die öffentlichen Gesundheitsdienste in den Gemeinden eingebunden werden. Sie erhalten vom Land Sachsen und dem Bund Geld, um etwa Ärzt*innen im Ruhestand für die Impfaktion zu gewinnen. In Sachsen ist die Impfquote mit 57,6 Prozent vollständig Geimpften bundesweit am niedrigsten.

Eine Liste der impfenden Ärzt*innen finden Sie bei der KV Sachsen. Festen Impfstellen in den sächsischen Krankenhäusern und öffentlichen Einrichtungen finden Sie hier: www.coronavirus.sachsen.de

Aktuelle Vor-Ort-Impfaktionen in Sachsen finden Sie auf der Webseite des Landesverbandes des DRK.

Sachsen-Anhalt: Corona-Schutzimpfungen erfolgen in Sachsen-Anhalt vorrangig über die niedergelassenen Ärzt*innen. In den Landkreisen und kreisfreien Städten sind aber weiterhin mobile Impfteams im Einsatz.

Eine Übersicht von Sonderimpfaktionen aus den Landkreisen und kreisfreien Städten finden Sie hier: www.sachsen-anhalt.de

Eine Liste der Impfpraxen gibt es bei der KV Sachsen-Anhalt.

Schleswig-Holstein: Neben den Impfmöglichkeiten bei Ärztinnen und Ärzten gibt es auch in Schleswig-Holstein eine Reihe offener Impfaktionen.

Eine Liste der Praxen, die Covid-19-Impfungen durchführen, gibt es bei der KV Schleswig-Holstein.

Eine Übersicht offener Impfaktionen und mobiler Impfstellen finden Sie hier: www.schleswig-holstein.de

Thüringen: Vor allem wegen der Auffrischungsimpfungen hat sich die Zahl der insgesamt verabreichten Impfungen in Thüringen binnen zwei Wochen mehr als verdoppelt. Impftermine werden im Freistaat über ein Buchungsportal vergeben.

Eine Liste mit mobilen Impfangeboten finden Sie hier: www.impfen-thueringen.de/endspurt/

Wie läuft das Boostern?

Während die Politik noch über die Umsetzung der Booster-Impfung diskutiert, hat der Ansturm auf die Hausarztpraxen bereits begonnen. Die scheinbar großen Angebote für Booster-Impfungen garantieren keinesfalls, dass jeder ganz einfach seinen Termin und seine Impfung bekommt. Gerade die Unklarheit, ab welchem Alter und ab welchem Zeitpunkt Menschen die dritte Dosis bekommen sollen, sorgt für Durcheinander in den Praxen:

Es ist gar nicht durchführbar in der Praxis, jetzt noch zu unterscheiden, wer ist jetzt vor wem dran. Es gibt ja auch keine offizielle Rangfolge, also sind wir bei 'first come, first serve'.
Dr. Matthias Schlochtermeier

Mit Auffrisch-Impfungen die vierte Welle brechen? Während die Politik über die Umsetzung der Booster-Impfung noch streitet, hat der Ansturm auf die Hausarztpraxen bereits begonnen.

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Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat die Stiko deshalb aufgefordert, ihre Empfehlung für Booster-Impfungen an eine Priorisierung zu koppeln. "Wenn wir ohne Einschränkungen den Booster für alle öffnen, legen wir die Priorisierung in die Hände der Praxen. Bei 30.000 Arztpraxen bedeutet das 30.000 unterschiedliche Priorisierungen", sagte Lauterbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Seine Forderung für Auffrischungsimpfungen ab 18 Jahren:

Die Stiko sollte klar festlegen, welche Gruppe als nächstes dran ist.
Karl Lauterbach
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