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Ärzte und Patientenschützer - Rufe nach mehr Tempo bei Booster-Impfungen

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Der Herbst dürfte steigende Corona-Fallzahlen bringen. Fachleute fordern daher deutlich mehr Tempo bei den Corona-Auffrischimpfungen für Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen.

Ein Ärztin verabreicht einer Patientin eine Impfung gegen das Coronavirus.
Politiker und Experten fordern mehr Dritt-Impfungen gegen Covid-19 bei Älteren und Risikogruppen.
Quelle: dpa (Symbolbild)

Angesichts steigender Corona-Inzidenzen haben sich Politiker und Experten für mehr Dritt-Impfungen gegen Covid-19 bei Älteren und Risikogruppen ausgesprochen. Die sogenannten Booster-Impfungen können in der Regel sechs Monate nach dem zweiten Piks verabreicht werden, damit weitere Antikörper gebildet werden.

"Booster-Impfungen für die vulnerablen Gruppen werden gerade mit Blick auf die steigenden Zahlen dringend gebraucht", sagte Dirk Heinrich, Bundesvorsitzender des Virchowbundes der niedergelassenen Ärzte, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). "Leider ist das nicht bundesweit einheitlich geregelt, so dass es mancherorts zu Verzögerungen kommt."

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Lauterbach fordert neue Impfkampagne

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: "In Anbetracht der steigenden Fallzahlen auch bei Älteren ist eine neue Impfkampagne zur Nutzung der Booster-Impfungen in dieser Altersgruppe jetzt unbedingt nötig."

Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, er messe "der Booster-Impfung einen sehr wichtigen Part in der Bekämpfung der Pandemie bei". Dies gelte für Patientinnen und Patienten wie für das Krankenhauspersonal. "Wir stehen am Anfang der Herbst-Wintersaison. Das Virus kann sich in geschlossenen Räumen wieder deutlich besser verbreiten."

Patientenschützer: "Schleppender Verlauf"

Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, beklagte den "schleppenden Verlauf" bei den Dritt-Impfungen. "Die Kassenärztlichen Vereinigungen tragen die Verantwortung dafür, dass nach gut drei Monaten gerade mal zwölf Prozent der über 70-Jährigen ein drittes Impfangebot erhalten haben", sagte Brysch der NOZ. "Jetzt rächt es sich, dass gerade auf Druck der Kassenarztfunktionäre die Impfzentren und mobilen Teams größtenteils abgeschafft wurden."

Die Zahl der gemeldeten neuen Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen lag laut Robert Koch-Institut (RKI) am Montag bundesweit bei 110,1. Am Vortag hatte diese Sieben-Tage-Inzidenz 106,3 betragen, vor einer Woche 74,4. Dabei gibt es große regionale Unterschiede - von jetzt 53,0 im Saarland bis 224,3 in Thüringen. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner in sieben Tagen stieg laut RKI auf 2,77. Einen einheitlichen Wert, ab wann die Lage kritisch ist, gibt es nicht. Der bisherige Höchstwert lag bei 15,5.

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