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Kulturbranche unter Corona - The BossHoss: Zu wenig Hilfe in der Pandemie

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Festivals und Konzerte werden wegen Corona wohl noch länger ausfallen müssen. The BossHoss machen mit dem Bündnis #AlarmstufeRot auf die schwierige Lage von Künstlern aufmerksam.

Die Kulturbranche zählt zu den großen Verlierern der Pandemie. Die Initiative #AlarmstufeRot zieht nun für den Erhalt des sechst größten Wirtschaftszweiges auf die Straße.

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Vor fast genau einem Jahr verboten deutsche Behörden erste Veranstaltungen wegen des Coronavirus. Die Initiative #AlarmstufeRot macht seitdem immer wieder auf die Lage von Künstlern und Veranstaltungswirtschaft im Shutdown aufmerksam.

In Vorschlägen für stufenweise Lockerungen steht die Branche aber ganz hinten oder kommt gar nicht vor. "Im Moment sind wir im Studio und arbeiten an neuen Songs und das ist auch das Einzige, was uns geblieben ist, was wir machen können derzeit," sagt Alec Völkel im Interview mit ZDFheute live.

Protest gegen fehlende Perspektiven für Künstler

Nicht ganz: Der Sänger von The BossHoss engagiert sich seit Monaten zusammen mit Bandkollege Sascha Vollmer für #AlarmstufeRot. Die Initiative will am Sonntag mit Social-Media-Aktionen und Autodemos protestieren - gegen fehlende Hilfen und Perspektiven für Künstler und Veranstalter. Aussicht auf größere Veranstaltungen, Konzerte oder sogar Festivals gibt es bislang noch nicht.

Bei Lockerungen für die Wirtschaft sind am 1. März Friseure dran, in vielen Bundesländern dürfen auch Baumärkte oder Gartencenter öffnen. Und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hält es nach Beratungen mit den Bundesländern für möglich, dass um Ostern herum auch die Außengastronomie mit Hygienevorschriften und Schnelltests öffnet.

Im aktuellen ZDF-Politbarometer haben sich 56 Prozent der Befragten dafür ausgesprochen, die Corona-Maßnahmen zu lockern. Ein wachsender Anteil hält die Maßnahmen für übertrieben.

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Lauterbach: Keine Konzerte vor Ende Juni

Dabei sollten Restaurants nach Meinung der Deutschen eher hinten an stehen. Im aktuellen ZDF-Politbarometer sprechen sich 15 Prozent hier für Lockerungen aus, im Bereich von Sport, Kultur und Freizeit sind es immerhin 20 Prozent.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält Konzerte allerdings nicht vor Ende Juni für möglich. Bis dahin rechnet er damit, dass nach den drei Risikogruppen flächendeckend geimpft wird: "Dann kann man bestimmt weitere Schritte erwägen. Bis dahin muss man bei Kulturveranstaltungen schlicht und ergreifend ehrlich sein. Hier muss mehr Geld in die Hand genommen werden", sagt Lauterbach bei ZDFheute live.

Völkel: Neustarthilfe ungerecht

Bislang hat der Bund zwei Milliarden Euro für das Programm "Neustart Kultur" bereitgestellt, von dem vor allem Museen, Klubs, Festivals oder Kinos profitieren. Selbstständige bekommen Zuschüsse zu ihren Fixkosten als Überbrückungshilfe. DJs, Musikern oder Fotografen bringt das oft wenig, weil sie nur geringe Fixkosten haben.

Großveranstaltungen, Theaterstücke und Konzerte - alles abgesagt. Und das heißt oft: keine Auftritte, kein Geld für Kulturschaffende. Wie sehen Hilfsprogramme für Künstler aus?

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Für sie gibt es seit Kurzem die sogenannte Neustarthilfe - einmalig bis zu 7.500 Euro. Alec Völkel empfindet die Neustarthilfe als zu gering und damit gesellschaftlich ungerecht, weil für viele Künstler seit Monaten quasi Berufsverbot herrsche und jetzt nur der Hartz-IV-Regelsatz übrig bleibe.

Tickets für The BossHoss bleiben gültig

Bandkollege Sascha Vollmer denkt dabei vor allem an Nachwuchskünstler: "Die müssen erstmal auf die Bühnen und spielen, spielen. Die müssen ihr Publikum erreichen. Und wenn denen die Möglichkeit genommen wird, dann haben wir einen Cut." Seine Hoffnungen setzt Alec Völkel auf "Impfen, Impfen, Impfen. Das ist das einzige wirkliche Mittel, um Konzerte in Größenordnungen möglich zu machen, die wir gerne wollen."

Deshalb schaut er etwas neidisch nach England: "Dort plant man den Festivalsommer in diesem Jahr. Und das frustriert uns natürlich extrem, weil es nicht nur am Virus liegt, sondern es liegt vor allem daran, wie wir das möglichst schnell auf die Kette kriegen."

Konzerte und Veranstaltungen sind abgesagt, Nothilfen reichen kaum. Eine Branche bangt um ihre Existenz. Wir schauen auf die Demo "Alarmstufe Rot" und sprechen mit The BossHoss.

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Den eigenen Fans versprechen The BossHoss übrigens, dass die Tickets zu ihrer im vergangenen Jahr entfallenen Tour gültig bleiben. Und dass sie die Konzerte auf alle Fälle nachholen wollen.

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