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Vorsitzende des Ethikrats : Buyx: Geringe Impfbereitschaft bei Kindern

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Bald könnten auch Kinder gegen Corona geimpft werden. Alena Buyx erwartet bei ihnen eine geringere Impfbereitschaft und ein anderes Nutzen-Risiko-Verhältnis als bei Älteren.

Berlin: Ein Schüler, der eine medizinische Maske trägt, geht mit Schulranzen zum Eingang einer Grundschule in Prenzlauer Berg.
Bald dürften Corona-Impfstoffe in Deutschland auch für jüngere Altersgruppen zugelassen werden.
Quelle: dpa

Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx, rechnet mit einer geringeren Impfbereitschaft unter Kindern und Jugendlichen als in den übrigen Altersgruppen. "Die Impfbereitschaft wird vermutlich nicht so hoch sein wie bei der älteren Generation", sagte Buyx der "Rheinischen Post".

"Aber es wird viele Familien geben, die sehr gern zugreifen werden, wenn die Impfstoffe zugelassen und die Erfahrungen aus Ländern wie USA, Israel und Kanada ausgewertet sind, wo bereits jetzt Jugendliche ab zwölf geimpft werden", sagte sie.

Gemeinschaftsschutz durch Impfung Jüngerer gegen Corona

Es gebe zwar auch schwere Verläufe und die "Long Covid" genannten langfristigen Folgen bei Kindern und Jugendlichen, "aber insgesamt sind die Risiken durch Covid-19 in dieser Gruppe niedriger als bei älteren Menschen", sagte Buyx.

Das heißt, es gibt ein Eigenschutzargument für die Impfung, aber es ist etwas schwächer.
Alena Buyx, Vorsitzende Ethikrat

Zugleich hob sie die Vorteile einer Impfung auch in jüngeren Altersgruppen hervor: "Gleichzeitig würde die Impfung auch dazu beitragen, dass die Schulen sicherer werden, also der Gruppenschutz besser wird, und natürlich würde auch der Gemeinschaftsschutz insgesamt zunehmen."

Experten fordern eine ausreichende Teststrategie in der Freizeit, um jungen Menschen "ein Stück Leben" zurückzugeben. Es sei an der Zeit.

Beitragslänge:
3 min
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Buyx: Anderes Nutzen-Risiko-Verhältnis bei Kindern

Das Nutzen-Risiko-Verhältnis sei zwar bei Kindern und Jugendlichen anders als bei älteren Menschen, "aber wenn sich die bisher positiven Daten aus den Studien erhärten, dennoch positiv", betonte die Ethikratsvorsitzende. Sehr wichtig sei: "Diese Impfung muss eine individuelle Entscheidung sein, die Eltern mit ihren Kindern und idealerweise nach Beratung durch ihre Kinderärztin treffen."

Nach Kanada und den USA könnte auch die Europäische Union noch in diesem Monat den Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer für Kinder zulassen. Die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) arbeitet an einer beschleunigten Zulassung für 12- bis 15-Jährige.

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