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Corona-Protest in Schweinfurt - Gewalttätige Demonstranten verurteilt

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Nur einen Tag nach der Gewalt bei Protesten gegen die Corona-Maßnahmen in Schweinfurt sind vier Angeklagte verurteilt worden. Bei der Demo wurde auch ein Kind verletzt.

Ohne Anmeldung und teilweise mit Gewalt haben Hunderte in Schweinfurt gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Acht Demonstranten wurden festgenommen.

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Hunderte Menschen hatten am Sonntag bei einer unangemeldeten Demonstration in Schweinfurt gegen Corona-Maßnahmen protestiert. Es kam zu Zusammenstößen mit der Polizei - und schon heute wurden vier Angeklagte verurteilt.

Gewalt bei Corona-Demo: Geld- und Bewährungsstrafen

In beschleunigten Verfahren verhängte das Amtsgericht Schweinfurt Geld- und Bewährungsstrafen. Zwei Männer wurden wegen Widerstands, tätlichen Angriffs und Körperverletzung beziehungsweise versuchter Körperverletzung zu Bewährungsstrafen von acht und zwölf Monaten verurteilt.

Gegen eine Frau verhängte das Gericht wegen Widerstands und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte eine sechsmonatige Haftstrafe auf Bewährung. Ein weiterer Angeklagter muss wegen Widerstands und Beleidigung eine Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu je 20 Euro bezahlen.

Kleinkind unter Verletzten

Bei der Demonstration am Sonntagabend waren acht Polizisten und mehrere Teilnehmer der Kundgebung verletzt worden, darunter auch ein vierjähriges Kind. Die Polizei nahm acht Personen fest und leitete gegen 44 Personen ein Ordnungswidrigkeitsverfahren ein.

Die Mutter, die ihr vierjähriges Kind mit zur Demo gebracht hat und die aus der Querdenken-Bewegung stammen soll, wollte mit dem Kind nach Polizeiangaben eine Absperrung überwinden. Die Vierjährige wurde durch eine Pfefferspraywolke leicht verletzt. Gegen die Frau wurde nicht nur ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, auch das Jugendamt wurde informiert, teilte die Polizei Unterfranken bei Twitter mit.

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Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisiert Impfgegner, die ihre Kinder auf Demonstrationen mitnehmen, scharf: Es komme häufiger vor, dass Eltern ihre Kinder als Schutzschilde gegen polizeiliche Maßnahmen einsetzten, sagt GdP-Chef Oliver Malchow der "Rheinischen Post".

Diese Mütter und Väter nehmen in Kauf, dass ihr Kind in eine gewalttätige Auseinandersetzung gerät.
Oliver Malchow, Chef der Gewerkschaft der Polizei

Die Radikalisierung nehme zu. Der Vorfall bei Protesten am Sonntag im bayrischen Schweinfurt sei dafür beispielhaft.

Tausende Belgier haben gegen die Verschärfung der Corona-Maßnahmen im Kulturbereich protestiert. Rund 5.000 Menschen gingen in Brüssel auf die Straße.

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Gewalt gegen Polizisten

Zur Eskalation der Gewalt kam es, als sich mehrere Personen zu Marschkolonnen zusammenfanden und versuchten, die Polizeiketten und Absperrungen zu durchbrechen. Einsatzkräfte wurden mit "Faustschlägen und Fußtritten teils mittelschwer verletzt", hieß es nach Angaben der Polizei.

Es sei notwendig gewesen, mit Schlagstöcken weitere Angriffe zu unterbinden. Beamte seien durch Versammlungsteilnehmer "beleidigt und bespuckt" worden, hieß es von der Polizei.

Auf der Illustration ist eine Frau zu sehen, die beide Arme zur Schulter zieht. Über der linken Hand schwebt ein Symbol mit Daumen runter, über der rechten Hand schwebt ein Symbol mit Daumen hoch.

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