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Interview

Pandemie der Umgeimpften? - Wie Impfunwillige das Corona-Geschehen prägen

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Viele Menschen in Deutschland, die noch keine Corona-Impfung haben, wollen diese auch in nächster Zeit nicht. Wie wirkt sich das auf die Situation in den Krankenhäusern aus?

"Die Zugänge auf den Normalstationen in den Krankenhäusern sind um 40 Prozent gegenüber der Vorwoche gestiegen", so der Vorstandsvorsitzende Gerald Gaß.

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Die Corona-Zahlen steigen - auch weil Millionen Menschen in Deutschland nicht geimpft sind. Nur die wenigsten wollen sich aber noch impfen lassen. Der Vorstandsvorsitzende der Deutsche Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, sieht das mit Besorgnis. Vor allem, weil die Zahl der Intensiv-Patienten weiter steige, wie er im ZDF-Mittagsmagazin erklärte. [Sehen Sie das gesamte Interview im obigen Video und lesen Sie es hier in Auszügen]

Wer liegt auf den Intensivstationen?

"Zu über 75 Prozent sind das im Moment ungeimpfte Personen, das heißt, die sind deutlich überrepräsentiert, weil ja tatsächlich in der Grundgesamtheit der Bevölkerung nur noch 25 Prozent ungeimpft sind". Es treffe vor allem Menschen zwischen 50 und 60 Jahren, so Gaß.

Als Grund sieht der Vorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft die Annahme dieser Gruppe, nicht so schwer zu erkranken: "Die haben wahrscheinlich nicht geglaubt, dass sie so schwer erkranken und später einmal auf der Intensivstation landen."

Die Zahl der Corona-Infektionen steigt immer weiter an und das wirkt sich auch auf die Kliniken aus. Krankenhäuser warnen nun vor einer Auslastung der Intensivstation, vor allem durch ungeimpfte Patienten.

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Was tun mit Impfunwilligen?

Wichtig für Gaß sei, an diejenigen zu appellieren, die bislang ungeimpft seien. Diese müssten sich die aktuelle Situation vor Augen führen. Er betont, dass die seltenen Impfkomplikationen, die es gebe, nicht so problematisch seien, wie die schweren Erkrankungen, die jeder einzelne erleiden könne.

Die aktuelle Corona-Lage, so die Vermutung von Gaß, führe dazu, dass der Regelbetrieb in den Krankenhäusern in den kommenden 14 Tagen wieder eingeschränkt werden müsse.

Wenn wir nämlich mit über 3.000 Patientinnen und Patienten auf Intensiv rechnen, dann müssen wir andere Patienten auf die Warteliste setzen.
Gerald Gaß

Und das habe auch etwas damit zu tun, dass sich ein Teil der Bevölkerung nicht impfen lassen wolle.

Auslaufen der epidemischen Lage trotzdem richtig?

Hier müsse man differenzieren, so Gaß. Das Ende der epidemischen Notlage sei zunächst eine rechtliche Fragestellung. "Dann geht nämlich wieder die Gesetzgebungskompetenz zurück in die Parlamente und wird nicht von den Regierungen - von den Ministerien wahrgenommen."

Corona-Schnelltests sind für die meisten inzwischen kostenpflichtig. Das weckt kriminelle Energien: es tauchen immer mehr gefälschte Impfnachweise auf.

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Hier wolle die mögliche Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP die Rechtsgrundlage schaffen, dass trotz Auslaufen der epidemischen Lage entsprechende Maßnahmen für den Infektionsschutz ergriffen würden.

"Insofern ist das für uns kein Widerspruch. Wir fordern allerdings ausdrücklich keinen Freedom Day. Wir müssen weiterhin vorsichtig sein, Abstand halten, Masken tragen und dort, wo wir hohe Inzidenzen und hohe Hospitalisierung sehen, auch besondere Maßnahmen ergreifen".

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