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Virologe über Corona-Variante : Drosten: Omikron wird im Januar zum Problem

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Omikron dürfte Deutschland noch die nächsten Monate beschäftigen, sagt Christian Drosten. Bei der Variante sei die "blödeste Kombination" an Eigenschaften zu befürchten.

Virologe Christian Drosten
Virologe Christian Drosten
Quelle: Michael Kappeler/dpa

Der Virologe Christian Drosten befürchtet ab Anfang kommenden Jahres Schwierigkeiten mit der Omikron-Variante des Coronavirus auch hierzulande. "Das Virus wird auch in Deutschland zuwachsen", sagte der Wissenschaftler von der Berliner Charité am Dienstag im Podcast "Coronavirus-Update" bei NDR-Info.

Ich denke, ab Januar werden wir mit Omikron in Deutschland ein Problem haben.
Christian Drosten

Dieses Problem könne bis in den Sommer andauern, warnte er. In Südafrika seien die Zuwachsraten trotz des dort einsetzenden Sommers hoch. "Und darum würde ich im Moment auch nicht sagen, bis Ostern ist in Deutschland die Pandemie vorbei, wenn Omikron übernimmt", sagte Drosten.

Drosten: Omikron-Fälle werden "in ganz kurzer Zeit" zunehmen

Bisher seien ihm hierzulande aus dem Austausch mit Kollegen ungefähr 25 bis 30 Omikron-Fälle bekannt, berichtete Drosten. Die Zahl sei nicht vollständig und werde "in ganz kurzer Zeit" zunehmen. Der Virologe betonte jedoch, dass es rund um die Variante noch viele offene Fragen gebe und mehr Daten abgewartet werden müssten.

Es zeige sich eine Verdopplung der Fälle in Südafrika oder England etwa alle drei bis vier Tage. Falls sich das für Deutschland bestätige, "dann ist das eine Entwicklung, die schneller ist als jede politische Entscheidungsmöglichkeit. Dann hätten wir bald ein ernstes Problem", sagte Drosten.

In Südafrika verbreitet sich die Corona-Variante „Omikron“ rasant - fast eine Vervierfachung innerhalb weniger Tage. Wissenschaftler vermuten nicht nur eine leichtere Übertragbarkeit, sondern auch die Fähigkeit des Virus, die Immunantwort zu „unterlaufen“

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Anderseits sei die Ausgangslage in Südafrika und England anders als in Deutschland. So sei hier durch die aktuellen politischen Maßnahmen wie die 2G-Regelungen die "Handbremse" derzeit etwas angezogen, was eventuell die Verbreitung verlangsame. Er wolle auch nicht den Teufel an die Wand malen, halte aber Vorsicht angesichts der Veränderungen des Virus für geboten, sagte der Charité-Forscher.

Immunflucht und Fitnessgewinn bei Omikron?

Bei Omikron sei die "blödeste Kombination" an Eigenschaften zu befürchten: Immunflucht und und Fitnessgewinn - also eine Variante, die den Antikörpern von Geimpften und Genesenen besser entkommt und zudem ansteckender ist. Die Impflücken in Deutschland müssten geschlossen werden, das sei die erste Priorität, sagte Drosten.

Es könnte sein, dass die Krankheitsschwere nicht nur nicht verringert ist. Es könnte sogar sein, dass es erschwert wird, die Krankheitsschwere.
Christian Drosten

Auch angesichts schwerer Verläufe, die nun bei Kindern in Südafrika beobachtet würden, sei zu befürchten, dass Omikron für Ungeimpfte "nicht harmlos" sei. Diese Annahme begründete Drosten mit der deutlich stärkeren Virusvermehrung bei Omikron. "Viel Virus, viel Krankheit", sagte der Virologe. Man dürfe wegen Berichten über milde Verläufe bei Genesenen und Geimpften nicht in Euphorie verfallen.

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