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Ausbreitung begrenzen - Drosten: Schnell impfen gegen Delta

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Impfen, impfen, impfen, das ist nach Ansicht von Virologe Christian Drosten das Gebot der Stunde. Nur so könne die Ausbreitung der Corona-Delta-Variante in Schach gehalten werden.

Ein medizinischer Mitarbeiter füllt eine Spritze mit einer Dosis des Impfstoffs von Pfizer-BioNTech im CHIREC Delta Hospital in Brüssel, aufgenommen am 03.02.2021 in Brüssel (Belgien)
Eltern von Schulkindern sollten laut Virologe Drosten schnell geimpft werden.
Quelle: Reuters

Angesichts einer befürchteten Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus auch in Deutschland plädiert der Virologe Christian Drosten dafür, das Bewusstsein für die Wichtigkeit der Impfung in der Bevölkerung zu stärken. "Das ist wirklich das, was wir jetzt machen müssen", sagte der Wissenschaftler der Berliner Charité im Podcast "Coronavirus-Update" (NDR-Info).

Drosten: Eltern von Schulkindern schnell impfen

Drosten legte sich nicht fest, ob es beim Infektionsgeschehen zu einer Trendumkehr wegen Delta bereits im Sommer oder erst im Herbst kommen könnte. Im Herbst werde die Inzidenz auf jeden Fall wieder steigen, sagte er - und hob die Bedeutung der Impfung bei Eltern von Schulkindern hervor.

Wir müssen einfach schnell impfen,
Christian Drosten, Virologe

so lautet der Appell des Virologen. Reiche dies nicht, müsse man erneut mit Kontaktbeschränkungen gegensteuern. "Aber es gibt auch gute Gründe zu denken, dass das in Deutschland nicht notwendig wird."

Für Geimpfte ist Delta kein Problem. Für alle anderen schon. Und dazu gehören Kinder- und Jugendliche. Leider ist Delta für sie, anders als die Alpha-Variante, ein höheres Risiko.

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2 min
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In England, wo sich die Corona-Lage wegen der ansteckenderen, in Indien entdeckten Mutante wieder verschlechtert hat, sei die Sieben-Tage-Inzidenz ausgehend von einem Niveau von 25 wieder angestiegen. "Man hatte nicht so weit runtergebremst, wie wir das jetzt in Deutschland schon gemacht haben." Hierzulande lag der Wert zuletzt bei unter zehn Infektionen pro Woche und 100.000 Einwohner.

Sommerferien als Vorteil

Der Virologe verwies zum Beispiel auch darauf, dass es nach Deutschland wohl keine so hohe Zahl an unabhängigen Eintragungen der Variante - etwa direkt aus Indien - gegeben habe. In England gebe es zudem eine etwas andere Struktur in der Bevölkerung mit asiatischstämmigen Communitys, in denen das Virus anfangs hochgekommen sei.

"Deswegen kann es auch sein, dass sich das bei uns nicht so einstellt."
Christian Drosten, Virologe

Ein weiterer großer Vorteil sei, dass in Deutschland die Sommerferien bevorstehen. Möglicherweise sei sogar eine Ruhephase erreichbar, "bei der es uns erst einmal relativ egal sein kann, ob das Delta-Virus da ist oder nicht". Dies dürfe man dann aber nicht als selbstverständlich betrachten:

Dann müssen wir aber wissen, geht es natürlich zum Herbst los, wenn wir nicht genügend geimpft haben.
Christian Drosten, Virologe

Wunschtraum: Alle Erwachsenen lassen sich impfen

Optimal wäre für Drosten, wenn sich alle Erwachsenen vollständig impfen ließen - dies sei aber in der Praxis nicht erreichbar, räumte er ein. In einer Zufallsstichprobe aus Deutschland lag der Anteil von Delta an den Neuinfektionen nach Daten des Robert Koch-Instituts zuletzt bei gut sechs Prozent (Woche vom 31. Mai bis 6. Juni) - eine Zunahme im Vergleich zu den Wochen davor, der Trend bei der absoluten Zahl der Nachweise ist jedoch rückläufig. In Großbritannien ist Delta bereits die dominierende Variante. Neue RKI-Zahlen werden für Mittwochabend erwartet.

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